Der letzte Bulle

"Ich bin sehr romantisch..."

Henning Baum im Interview

Der letzte Bulle - Staffel 3 - allgemein5
© Martin Rottenkolber / SAT.1

In der zweiten Staffel hatte "Der letzte Bulle" hervorragende Quoten. Damit ist auch Ihr Bekanntheitsgrad rapide gestiegen. Wie macht sich dieser Erfolg bemerkbar?

Henning Baum: "Ich arbeite ja meistens und kann die Popularität der Serie nur ungenau einschätzen. Die Reaktionen im Freundeskreis sind aber sehr erfrischend. Ansonsten gilt die alte Filmweisheit: "Man ist weder so gut, wie man hochgejubelt wird, noch so schlecht, wie man heruntergeschrieben wird, wenn es mal nicht so läuft.“

Was reizt Sie an Mick Brisgau?

Henning Baum: "Ich habe immer versucht, den Charakter facettenreich anzulegen. Die Figur ist nicht einzugrenzen auf einen bestimmten Typen, er überrascht immer. Mick besitzt ein großes Spektrum an Leidenschaft."

Wie leicht oder schwer fällt es Ihnen, in die Rolle des Bullen zu schlüpfen?

Henning Baum: "In die Rolle zu schlüpfen ist nicht so schwer. Anstrengend ist die Konzentration, die es braucht, um präzise und flexibel zu sein…"

Hat sich Mick Brisgau in der dritten Staffel an die Gegenwart mit ihren technischen Errungenschaften gewöhnt? 

Henning Baum: "Er benutzt die Dinge, die er braucht. Ansonsten raucht er wie ein Schlot und beurteilt die Welt und die Frauen, ohne Rücksicht auf den Zeitgeist zu nehmen."

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In der ersten Folge besuchen Sie Tanja in der Reha und bringen ihr gleich ein ganzes Meer Blumen mit. Sind Sie privat auch eher der romantische Typ?

Henning Baum:  "Ich bin sehr romantisch, investiere aber nur ungern in Blumen, weil die doch sehr vergänglich sind."

Viele Frauen fangen bei Ihrem Anblick an zu träumen. Was haben Sie, was andere Männer nicht haben? Was schätzen Sie an Frauen?

Henning Baum: "Schwer zu sagen. Es liegt in der Betrachtungsweise der Frauen, wovon sie träumen und nicht an mir. An Frauen schätze ich Hingabe, Humor, Entschlossenheit."

Sie sind leidenschaftlicher Boxer und besuchen auch gerne Wettkämpfe. Was gefällt Ihnen an diesem Sport?

Henning Baum: "Ich trainiere gern, weil es meine Freunde sind, mit denen ich boxe. Wir geben Vollgas und freuen uns, wenn wir es durchstehen. Anschließend trinken wir Kaffee und lachen viel miteinander."

Sie werden nächstes Jahr 40. Ist das ein Geburtstag wie jeder andere oder haben Sie besondere Pläne, was Sie nach der Hälfte des Lebens noch realisieren möchten?

Henning Baum: "Es wäre sehr schön wenn es die Hälfte wäre, dass wissen wir ja nicht. Ein Zitat aus dem Bullen: "Wenn du Gott zum lachen bringen willst, fang an, Pläne zu machen ...“

In der Serie fahren Sie einen Oldtimer. Stehen Sie auch privat auf alte Autos oder bevorzugen Sie moderne, schnelle?

Henning Baum: "Ich finde Oldtimer großartig und freue mich immer, wenn ich welche sehe. Die aktuellen Autos scheinen mir ein bisschen zu schwülstig und präpotent. Form folgt Funktion – das ist auch im Autobau eine Tugend."

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