Die Harald Schmidt Show

Der Altmeister der deutschen Late-Night-Unterhaltung spricht über seine Beziehung zu SAT.1

Harald Schmidt zum Start der Show

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Harald Schmidt © Sat.1/Claudia Ast

Herr Schmidt, welche Erinnerungen haben sie an ihre SAT.1-Zeit?

Nur die Schönsten! Vor allem, dass der Sender die Nerven und einen langen Atem behalten hat, als wir in der Anfangszeit unter massivem Pressebeschuss standen. Insgesamt war es eine tolle Zeit und ich bin mir sicher, dass wir daran nahtlos anknüpfen können.

Welche Show-Höhepunkte sind ihnen im Gedächtnis geblieben?

Zum einen die Auftritte internationaler Stars wie Gerard Depardieu, Tom Hanks oder Prince, aber auch erstklassige deutsche Gäste wie Charlotte Roche und Olli Dittrich und natürlich Klassiker wie die Sendung auf Französisch, der schwarze Bildschirm und die Sendung mit Rücken zum Publikum als Verneigung vor Miles Davis.

Sie haben sich damals von SAT.1 verabschiedet, um eine kreative Pause einzulegen. Wie kreativ waren die letzten Pausenjahre in der Rückschau?

Wichtigste kreative Erkenntnis: möglichst schnell wieder eine tägliche Late Night Show bei SAT.1 machen! Wöchentliche Sendungen sind dann doch eher zäh in der Produktionsweise und das Publikum hat sowieso darauf gewartet, dass wir die Harald Schmidt Show in SAT.1 wieder aufleben lassen.

Sie senden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und verdoppeln damit quasi aus dem Stand ihre TV-Präsenz. Wie herausfordernd ist dieser Schritt für Sie?

Das macht es für mich wesentlich leichter. Bei einer fast täglichen Sendung ist die eigene Befindlichkeit ein großes Thema, man ist gewissermaßen der Fernsehfreund, der abends noch mal beim Zuschauer Hausbesuch macht. Kurz gesagt: täglich ist für mich die leichteste Aufgabe von allen.

"Die Harald Schmidt Show" startet am 13. September. Genug Zeit, um sich wieder einen Bart wachsen zu lassen. Welche optischen Veränderungen planen sie?

Die Bartphase ist erst mal vorbei. Ich sehe mich ja als Bodentruppe im täglichen Fronteinsatz, da sollte man optisch schon an alles rankommen was unter Nato-Mandat die Welt ein bisschen besser macht. Aber natürlich gibt es ein neues Bühnenbild bei dem wir etwas Verrücktes ausprobieren: links die Band, rechts der Schreibtisch und in der Mitte komme ich raus!

Ihre letzte SAT.1-Sendung war am 23.12.2003 zu sehen. Was hat sich seitdem in Sachen Late Night im deutschen Fernsehen getan?

Jetzt ist es wissenschaftlich erwiesen: ich bin der Einzige, der es kann. Ich wundere mich selbst, dass ich nirgends einen jungen sehe, der das Zeug dazu hätte. Aber vielleicht schaue ich auch nur in die falsche Richtung. Ich freue mich aber über jeden, der es einmal probiert. Vor allem natürlich über Frauen.

Was wird "Die Harald Schmidt Show" in SAT.1 von ihrer ARD-Sendung unterscheiden?

Pünktliche Anfangszeit!

In der Vergangenheit haben sie auch junge Talente in ihr Team eingebaut. Wird das im Herbst fortgesetzt?

Natürlich. Denn junge Talente haben so was junges, talentiertes.

Eine Frage an den Altmeister der Late Night: Was macht eine gute Late Night Show aus?

Dass der Moderator vollkommen ehrlich seinem Publikum gegenüber tritt und thematisch vor nichts und niemand Halt macht. Vor allem nicht vor sich selbst.

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