Die Harald Schmidt Show

Der Karlsruher erinnert sich an frühere Show-Höhepunkte

Interview mit Pierre M. Krause

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© Pierre M. Krause

Welche Erinnerungen hast du an die alten Folgen der Harald Schmidt Show?

Lothar Matthäus, Chinesen, dicke Kinder, Lothar Matthäus, Bettina Böttinger, Harald Schmidt. Ich glaube, ich habe jede Show gesehen. Zumindest immer bis zu dem Moment, in dem der erste Gast kam. Hing vom Gast ab. Wenn Helmut Berger kam, blieb ich allerdings immer dran. Ich hoffe sehr, Helmut Berger kommt wieder. Vielleicht wäre er ein guter Sidekick.

Welche Show-Höhepunkte sind dir im Gedächtnis geblieben? 

Helmut Berger. Und die Shows, in denen das nahende Ende der Show zelebriert wurde. Das Nichts, das Scheitern, das Drama, die gezielte Pointenlosigkeit. Das war Avantgarde, mit Unterhaltungsetat finanziertes Feuilletonfernsehen für Arte-Geisterfahrer. Das kann nur Schmidt.

 Was reizt dich an der Harald Schmidt Show? 

Dass es die Harald Schmidt Show ist. Wenn Harald Schmidt irgendwann eine Call-In-Sendung im ARD-Vorabend moderieren sollte und dann jemanden braucht, der seinen Twitter-Account pflegt und Videos für ihn postet, dann mache ich das auch. 

Was ist Ihre Rolle in der Harald Schmidt Show? 

Auf gar keinen Fall lustiger als Harald zu sein. Ansonsten: Mal gucken. Von dort berichten, wo es kriselt. Aber dabei nicht vergessen, dass es auch menscheln muss. Immer an den Breakfast Value denken. Den Zuschauer abholen. Die Bürgerliche Mitte und die Digital Natives gleichzeitig bedienen und dabei Slow Joe nicht vergessen. Und immer irgendwas mit Titten, ist ja jetzt SAT.1. 
Egal, ob ich aus London, Baden-Baden, Afghanistan oder Köln Höhenberg berichte – ich werde es mit vollem Einsatz tun. Ich habe mir schon zwei von Antonia Rados getragene Kopftücher bei Ebay ersteigert. Die werde ich als Glücksbringer von nun an immer bei mir tragen. 

Wo liegen Ihre Stärken im Team der Show?

Ich bin total authentisch und auf dem Boden geblieben. Ich mache Nacktfotos nur, wenn sie künstlerisch sind. Mit mir kann man immer über alles reden. Ich bin ein guter Zuhörer, so wie Beckmann. Und ich will danach gar keine eigene Personalityshow bei SAT1 dafür haben. Ich mache das aus Liebe, denn die ist so selten in dieser kalten, reizüberfluteten Fernsehlandschaft.

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