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Für die neue SAT.1-Reportage-Reihe packen Wayne Carpendale, Lilly Becker, Patrick Lindner, Jenny Elvers, Jorge González und Faisal Kawusi ab dem 18. Oktober montags um 20:15 im Krankenhaus an.

Doch was versteht man noch mal unter einer Verhinderungspflege? Welche Krankheiten werden in der Geriatrie behandelt? Und was meint die Ärztin, wenn sie von "Dekubitus" spricht? Das ABC der Pflege erklärt die wichtigsten Begriffe, um im Fachjargon den Überblick zu behalten:

Ambulante Pflege

Bei der ambulanten Pflege unterstützen professionelle Pflegekräfte einen pflegebedürftigen Menschen in seinem häuslichen Umfeld. Die Leistungen sind vielfältig und richten sich individuell an der zu pflegenden Person aus. In der Regel wird die ambulante Pflege von einem Pflegedienst übernommen, häufig unterstützt durch Angehörige.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, Gebäude, Verkehrsmittel, Gebrauchsgegenstände und sonstige Lebensbereiche so zu gestalten, dass sie auch von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ohne besondere Erschwernis genutzt werden können.

Case Manager

Zum Berufsfeld Pflege gehören nicht nur Pfleger:innen und Ärzt:innen; auch sogenannte Case Manager mischen im Krankenhaus-Alltag mit. Case Manager koordinieren alle Pflegebehandlungen, die im Krankenhaus stattfinden. Sie fungieren dabei ähnlich einer Pflegeberatung und sind häufig ein Bindeglied zwischen Patient:innen und Krankenhauspersonal.

Dekubitus

Der medizinische Fachbegriff Dekubitus kommt vom lateinischen Wort für "sich niederlegen" und bezeichnet ein Druckgeschwür, das bei pflegebedürftigen Personen häufig dann entsteht, wenn sie sich zu lange in Seite 2 von 6 derselben Position befinden, sich also wundgelegen haben. In Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern müssen bettlägerige Patienten daher regelmäßig von Pflegekräften in eine andere Position gebracht werden, um schmerzhafte Wunden zu vermeiden.

Einzelpflegekraft

Nicht jede:r Pfleger:in ist in einem Krankenhaus oder einem Pflegedienst angestellt. Sogenannte Einzelpflegekräfte haben sich mit ihrer Arbeit selbstständig gemacht und bieten Pflegebedürftigen die Möglichkeit, in ihren eigenen vier Wänden individuell und professionell von immer derselben Person gepflegt zu werden. Auch für Pflegekräfte bietet die Selbstständigkeit Vorteile: Sie sind unabhängig von Einrichtungen und Pflegediensten und können sich ihren Arbeitsalltag häufig selbst gestalten.

Fraktur

Unter einer Fraktur versteht man in der Medizin einen Knochenbruch. Unter allen Brüchen bildet die distale Radiusfraktur, also ein Bruch der Speiche nahe dem Handgelenk, mit einem Anteil von 25% den häufigsten Knochenbruch des Menschen.

Geriatrie

Die Geriatrie, auch Altersheilkunde oder Altersmedizin genannt, bezeichnet die Lehre von Krankheiten alternder Menschen. In Krankenhäusern gibt es häufig eine eigene Geriatrie-Station, in der sich das Fachpersonal um alle möglichen gesundheitlichen Probleme von älteren Patient:innen kümmert.

Hospiz

Der Begriff Hospiz stammt vom lateinischen Wort "hospitum" ab und bedeutet so viel wie Herberge. In der deutschen Sprache ist mit Hospiz meist eine stationäre Pflegeeinrichtung gemeint, die unheilbar kranken Menschen einen würdigen Lebensabend ermöglichen soll. Laut dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. gibt es in Deutschland derzeit rund 250 stationäre Hospize für Erwachsene und 18 für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Innere Medizin

Die Innere Medizin ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Funktionen und Erkrankungen der inneren Organe beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen Seite 3 von 6 dabei vor allem die Diagnostik sowie konservative, also nicht-operative Behandlungsmethoden. Fachärzt:innen für die Innere Medizin werden Internist:innen genannt.

Kurzzeitpflege

Wenn jemand nur für eine absehbare Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen ist, gibt es in vielen Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege. Hier kümmern sich professionelle Pflegekräfte um die Person, bis sie nicht mehr pflegebedürftig ist oder zu Hause von Angehörigen oder ambulanten Pflegediensten gepflegt werden kann.

Logopädie

Die Logopädie ist ein Fachbereich der Medizin, der sich mit der Diagnose und Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- sowie Hörstörungen befasst. Die Patient:innen in der Logopädie erstrecken sich über alle Altersgruppen und sollen durch gezielte therapeutische Maßnahmen in ihrer Kommunikationsfähigkeit gefördert werden.

Medikationsplan

Seit 2016 haben alle gesetzlich Krankenversicherten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen, Anspruch auf einen bundesweit einheitlichen Medikationsplan. Der Medikationsplan bildet alle aktuellen Medikamente der Patientin oder des Patienten ab und enthält darüber hinaus wichtige Informationen zu deren Wirkung, Dosierung und Einnahme. Auf diese Weise können Pfleger:innen und Ärzt:innen im Krankenhaus auf einen Blick erkennen, welche Medikamente sie in welcher Dosis verabreichen müssen.

Neurologie

Die Neurologie beschäftigt sich mit sämtlichen Erkrankungen des Nervensystems. Das können zum Beispiel Schlaganfälle, Migräne, Epilepsie oder auch Parkinson sein, die im Krankenhaus auf der neurologischen Station diagnostiziert und behandelt werden.

Onkologie

Die Onkologie ist die Lehre von Geschwulstkrankheiten. Von der Prävention über die Diagnostik bis hin zur Therapie und Nachsorge werden auf der Seite 4 von 6 Onkologie-Station im Krankenhaus alle Arten von Tumoren und Krebserkrankungen behandelt.

Pädiatrie

Die Pädiatrie ist auf die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Sie umfasst alle Teilgebiete der klinischen Medizin und weist ein hohes Maß an präventiven Methoden auf, die das Ziel haben, Krankheiten möglichst früh zu erkennen und Gesundheitsrisiken vorzubeugen.

Quereinstieg

Durch den hohen Bedarf an Pflegefachpersonal haben in Deutschland auch Quereinsteiger:innen in der Pflege gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Je nach Umfeld und Tätigkeit werden hier verschiedene Anforderungen in Form von Fort- und Ausbildung gestellt. Die Diakonie fasst auf ihrer Website alle Informationen zum Quereinstieg in die Pflege zusammen.

Rehabilitative Übergangspflege

Nach einer überstandenen Krankheit oder einer Verletzung ist es vor allem für ältere Menschen häufig schwierig, allein zurück in den Alltag zu finden. Viele Pflegeheime bieten deshalb eine Art Kurzzeitpflege an, bei der der Fokus darauf liegt, den Pflegebedürftigen durch gezielte therapeutische Maßnahmen zur Regeneration zu verhelfen, bis sie wieder in ihr normales Leben zurückkehren können.

Stationäre Pflege

Die stationäre Pflege umfasst die Betreuung von Pflegebedürftigen in einer Pflegeeinrichtung. Das können zum Beispiel Pflegeheime, Senioren-WGs oder Altenheime sein.

Tagespflege

Die Tagespflege ist eine teilstationäre Versorgung, bei der pflegebedürftige Menschen meist morgens aus ihrem Zuhause abgeholt werden, um dann den Tag bis zum Nachmittag oder Abend in einer Pflegeeinrichtung zu verbringen. Diese Form der Pflege wird häufig dann in Anspruch genommen, wenn pflegebedürftige Personen von berufstätigen Angehörigen gepflegt werden und zusätzliche Unterstützung in ihrem Alltag brauchen.

Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege ist eine Art Urlaubs- und Krankheitsvertretung für pflegende Angehörige, wenn diese vorrübergehend nicht in der Lage sind, sich um die pflegebedürftige Person zu kümmern. Die Verhinderungspflege kann stunden-, tage- oder auch wochenweise und sowohl ambulant als auch stationär in Anspruch genommen werden.

Wohngruppen

Ähnlich einer Studenten-WG gibt es auch für pflegebedürftige ältere Menschen sogenannte Wohngruppen, in denen Bewohner:innen die für sie notwendige Pflege erhalten, ohne dabei in ihrer Privatsphäre und Lebensqualität eingeschränkt zu werden. In der Regel haben die Mitglieder einer solchen Senioren-WG ihr eigenes Zimmer sowie weitere Räume für gemeinsame Aktivitäten.

Zentrales Nervensystem

Das zentrale Nervensystem eines Menschen setzt sich aus Gehirn und Rückenmark zusammen. Es verschaltet und verarbeitet sämtliche Nervenbahnen und deren Informationen und ist somit vor allem für das Fühlen, Denken und Erinnern verantwortlich. Häufige Erkrankungen des zentralen Nervensystems sind zum Beispiel Alzheimer-Demenz oder Gehirnerschütterungen.

*Quellen: www.dbfk.de, www.bmfsfj.de, www.pflegeausbildung.net, www.bmas.de, www.dpv-online.de, www.malteser.de, www.helios-gesundheit.de, www.wirpflegen.de, www.diakonie.de, www.apothekenumschau.de, www.pflege-durch-angehoerige.de, www.bzga.de, www.rki.de, www.verbraucherzentrale.de, www.medizinspektrum.de, www.gda.de, www.axa.de, www.caritas.de, www.dhpv.de, www.netdoktor.de, https://www.pflege.de, www.gesundheitsinformation.de, www.aerzteblatt.de, www.pflegestudium.de, www.bibb.de, www.bundesgesundheitsministerium.de

Weitere Informationen rund ums Thema Pflege, Pflegeberufe und die Ausbildungswege finden Sie auf der Website des Bundesinstituts für Berufsbildung unter www.bibb.de.

Wie sich die Promis in ihren verschiedenen Pflegepraktika schlagen und auf welche Herausforderungen sie treffen werden, siehst du ab dem 18. Oktober montags um 20:15 Uhr in SAT.1.