"Ja", sagt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Dr. Hans-Peter Uhl. "Erst durch das Prostitutionsgesetz, das Rot-Grün in Kraft gesetzt hatte, wurden Polizei und Ordnungsamt bei der Kontrolle von Bordellen die Hände gebunden. Die vorhersehbare Folge der Schaffung eines rechtsfreien Raumes war die dramatische Zunahme schwerer Straftaten."

Unterstützung erhält er von der Diplom-Sozialpädagogin Cathrin Schauer: "Ich habe noch nie eine Prostituierte getroffen, die nicht unter Druck arbeiten musste. Viele Prostituierte kommen aus den osteuropäischen Ländern und sind unglaublich jung. Wenn sie bei uns landen, sind die meisten schwer traumatisiert."

"Nein", sagt hingegen Bordellbetreiber Michael Beretin. "Im normalen Leben gibt es doch auch Prostitution, da gibt es auch Frauen, die sich reiche Männer suchen. Es ist totaler Schwachsinn, dass Prostitution menschenunwürdig ist!" Die Prostituierte Johanna Weber stimmt ihm zu: "Was einige Politiker jetzt fordern, zerstört die Grundlage von uns selbstbestimmten Huren. Ich genieße meinen Job sehr und meine Seele ist auch nach 20 Jahren nicht zerstört."