"Ja", sagt Dr. Heiner Geißler, Bundesminister und Generalsekretär a.D. (CDU). "Die Demütigungen in den Jobcentern sind gewollt und von oben angeordnet, um auf die Menschen Druck auszuüben." Ex-DSDS-Gewinner Thomas Godoj bestätigt: "Im Jobcenter ist man eine Nummer. Wenn meine Eltern mich nicht unterstützt hätten, wäre ich mit Hartz IV niemals ausgekommen."

"Nein", erwidert dagegen Florian Gerster, ehemaliger Chef der Bundesagentur für Arbeit (SPD). "Dass wir inzwischen unter drei Millionen Arbeitslose haben, ist ein Erfolg der Hartz-IV-Reformen." Prof. Michael Eilfort, Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft, setzt sogar noch einen drauf. "Ich halte es nach wie vor für richtig, die Bezüge durch den Staat vor allem für junge Menschen abzusenken!"

Außerdem bei "Eins gegen Eins": Sandra Böhm berichtet, wie ihr Besuch beim Jobcenter mit Peer Steinbrück war – und was die prominente Unterstützung gebracht hat. Ende Juni traf die Hartz-IV-Empfängerin bei "Eins gegen Eins" auf den Kanzlerkandidat. Sie klagte über die Missstände in ihrem Jobcenter. Steinbrück reagierte offensiv ("Dann gehen wir doch mal hin und fragen, warum das so ist.") und begleitete Sandra Böhm zum Jobcenter.