Das Unternehmen sucht aktuell nach einer neuen Stimme für die Lautsprecheransagen an deutschen Bahnhöfen. Dafür findet seit Juni dieses Jahres ein Abstimmungsverfahren unter 20 Jurymitgliedern statt, bestehend aus DB-Mitarbeitern und Mitgliedern des Kundenbeirats. Die sechs Finalist_innen müssen sich nun akustischen Härtefallproben in einem eigens dafür gemieteten Kinosaal in Frankfurt unterziehen.

Wichtig für den Projektleiter der Reisendeninformation Karsten Wehde ist vor allem, dass die gewählte Stimme verständlich und sympathisch sei und dass sie die Deutsche Bahn gut repräsentieren könne. Ob sie weiblich oder männlich ist, spiele für diese Kriterien aber keine Rolle.

Die finale Entscheidung wird noch dieses Jahr fallen, für die Aufnahmen aber werden mehrere Monate eingeplant. Das liegt daran, dass nun nicht mehr ganze Wörter eingesprochen werden sollen, sondern einzelne Silben. Damit ermöglicht sich das Unternehmen eine schnellere Reaktionsmöglichkeit auf unvorhersehbare Situationen und Störungen im Bahnbetrieb. Neu wird auch eine verbesserte Synchronisation mit den Bahn-bezogenen App-Mitteilungen sein. Karl Peter Neumann, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, betont hierbei, wie wichtig es sei, dass Informationen über Verspätungen oder sonstige Besonderheiten am Bahnhof und in der App übereinstimmen und so Verwirrung und zusätzlicher Frust vermieden wird.

In Kombination mit einer verbesserten Lautsprechertechnik können Bahn-Kunden also hoffentlich bald aufatmen: Die Züge kommen deshalb zwar nicht pünktlicher, aber das Wissen, wo und wie lange wir warten müssen, ist doch schon einmal ein Anfang.