1. Ernst nehmen

Auch wenn der kleine Gesprächspartner noch im Kindergarten ist: Kein Anlass zu sprechen, als wäre man ein Mitglied der Sesamstraße. Verstellte, besonders hohe Stimme oder ein gezwungenes „-chen“ an jedem Substantiv („Händchen“, „Schühchen“) sind bei Kindern weder beliebt noch nötig. Kinder sind – tatsächlich- auch nur Menschen. Also einfach vergessen, wie man denkt, mit Kindern reden zu „müssen“ und lasst euch einfach auf die Kleinen ein.

2. Auf Augenhöhe gehen

Apropos auf die Kleinen einlassen: Ihr könnt euch direkt sprichwörtlich auf Augenhöhe begeben. Keiner mag es, wenn von oben herab mit ihm geredet wird. Also: Wenn die Situation es erlaubt, am besten hinknien oder runterbeugen. Dann könnt ihr euch beim Sprechen angucken – und das ist doch für beide viel schöner, oder?

3. Keine Vergleiche scheuen

Als Fremde und dann auch noch Erwachsene sind wir für Kinder schnell ein bisschen unheimlich – sie kennen uns ja schließlich noch nicht. Da ist es hilfreich, mal was aus dem eigenen leben zu verraten, statt direkt ins Verhör zu gehen. Also zum Beispiel: „Du bist im Kindergarten? Ich war da immer Mittagskind und du?“ Oder: „So ein leckeres Eis würde ich bei der Hitze jetzt auch gerne essen.“ Icebreaker.

4. (Not) Too much Information

Solche Eisbrecher können gerne mal einen Redeschwall beim kleinen Gegenüber auslösen. Am besten nicht versuchen, den wieder einzudämmen. Informationen sind eure Freunde! Einfach mal still sein und zuhören – der Geist eines Kindes schlägt dann schnell die komischsten Wege ein – und ihr müsst gar nichts weiter dazu tun. Da lernt man in zwei Minuten oft mehr, als in zwei Stunden Gespräch mit einem Erwachsenen. Oder zumindest Skurrileres.

5. Entspannen

Ist das erstmal alles geschafft, stellt ihr erstaunt fest: Mit einem Kind zu reden ist gar nicht so schwer! Fast wie mit anderen Leuten, nur vielleicht etwas direkter. Kindern fehlt oft der Filter, was zu Fragen führen kann wie „Warum bist du eigentlich so dick?“ – zum Entsetzen der Eltern. Aber eigentlich ist das doch auch mal ganz erfrischend. Kinde sind eben echt und haben keine Sperren im Kopf – also einfach nicht beleidigt sein. Lieber mal lustig zurückfragen („Warum bist du eigentlich so klein?“) und ganz relaxed bleiben. Mama und Papa werden’s euch danken – und schwupps seid ihr echte Kinder-Konversations-Profis.

 

Übrigens: Die Tipps gelten natürlich für Gespräche mit Kindern, die von den Eltern abgesegnet sind. Wildfremde Kinder ohne Kenntnis und Einverständnis von Mama und Papa anquatschen dürfte in den meisten Fällen seltsam sein – und vielleicht auch nicht unbedingt angebracht.