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Dass Zigaretten ungesund sind und nicht gerade förderlich für die Umwelt sind, ist bekannt. Doch was kaum jemand weiß: Jedes Jahr werden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 6000 Milliarden Zigaretten geraucht. Und die weggeworfenen Kippen entwickeln sich weltweit zu einem massiven Umweltproblem. Wenn man alle verbrannten Filter auf einen Haufen legen würde, entstünde ein 750.000 Tonnen schwerer giftiger Sondermüll.

Den wenigsten Rauchern ist bewusst, was sie mit ihren weggeschnippten Zigaretten der Umwelt antun. Jetzt fordern Naturschützer ein Verbot der Filter, da diese einen echten Giftfaktor enthalten. Denn die Stoffe, die nach dem Abrauchen in den Filtern stecken, machen die Reste der Glimmstängel zu toxischem Sondermüll.
Die Umweltschäden sind massiv. Forscher untersuchten in einer Studie der Universität San Diego junge Forellen. In mehreren Versuchen wurden die Fische in mit Nikotin verseuchtes Wasser gesetzt. Nur wenige Sekunden später erlitten sie einen Nervenschock und sanken zu Boden. Wie der Studienleiter Prof. Thomas Novotny berichtet, tötet schon eine Zigarette im Wasser nach vier Tagen kleine Lebewesen.

Nikotin wird aus weggeworfenen Kippen ausgewaschen und landet in unseren Gewässern. Über die Fische, die das Gift aufnehmen, landet es schließlich auch in der Nahrungskette.