Wie die Ruhr-Universität Bochum und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in einer großen Studie zeigen, kann ein neu entwickelter Bluttest schon im Voraus auf eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen. Der Bluttest kann die Krankheit bereits bei Personen ohne jegliche Symptome erkennen. Normalerweise kommt es bei Alzheimer schon 15 bis 20 Jahre vor Auftreten zu einer Fehlfaltung des Proteins β-Amyloid. Die Proteine verklumpen und lagern sich als Amyloid-Plaque im Gehirn ab. Durch den neu entwickelten Test ist es nun möglich nachzuweisen, ob es bereits zu Ablagerung der Plaques im Gehirn kam.

Für die Studie wurden Blutproben von 65 Personen untersucht, bei denen im Verlauf eine Alzheimer-Demenz festgestellt wurde. Durch den Test gelang es den Wissenschaftlern, Personen ohne klinische Alzheimer-Symptome im Durchschnitt acht Jahre vor der klinischen Diagnose zu erkennen.

In 70 Prozent der Fälle identifizierte der Bluttest die Personen, bei denen sich später tatsächlich eine Alzheimer-Demenz entwickelte. Neun Prozent der Testpersonen blieben trotz positiven Ergebnis des Alzheimer-Tests gesund.

Zwar ist der Bluttest noch nicht zur alleinigen Frühdiagnose von Alzheimer geeignet, trotzdem eröffnet der Test die Möglichkeit in einem kostengünstigen Screening, Personen herauszufiltern, die sich dann weiterführenden Diagnosen unterziehen können, damit ein falsch-positives Ergebnis ausgeschlossen werden kann.