Mit dem falschen Fuß aufgestanden, der Bus vor der Nase weggefahren und dann auch noch in der Büroküche mit Kaffee bekleckert. Es gibt Tage, da ist die Laune einfach im Keller. Aber das hat auch was Gutes.

Forscher der Waterloo University haben bei 95 Menschen untersucht, wie sich ihre Stimmung auf ihr Arbeitsverhalten auswirkt.

Das erstaunliche Ergebnis: Wer schlecht drauf ist, arbeitet nicht nur konzentrierter, sondern teilt sich auch seine Zeit besser ein.

Ein weiteres Plus: Schlecht gelaunten Studienteilnehmer fiel es tendenziell leichter, ihre Aufgaben zu priorisieren.  Gute Laune führte hingegen zu einem schlechteren Zeitmanagement und verringerte organisatorische Fähigkeiten.

Doch nicht alle Pessimisten haben Grund zur Freude. Die Studie zeigt, dass schlechte Laune nur extrovertierte Menschen produktiver macht. Bei introvertierten Menschen bewirkt sie hingegen das Gegenteil und verlangsamt die Arbeitsprozesse – im schlimmsten Fall geht sogar eine Weile gar nichts mehr.

Einen Freifahrtschein für schlechtes Benehmen gibt es von den Forschern allerdings auch für extrovertierte Menschen nicht. „Leute sollten die Ergebnisse nicht so interpretieren, dass es ok ist, seine schlechte Laune an anderen auszulassen oder überzureagieren“, warnen die Forscher.

Egal ob extrovertiert oder introvertiert - ein schlechtes Büroklima braucht eben wirklich kein Mensch.