Die22-jährige Charlotte McPherson stellt nach einer Reitveranstaltung im vergangenen März ein Selfie von sich und ihrem Pferd Thor ins Netz. Doch das Tier wirkt schlapp und krank, seine Rippen stechen sichtlich hervor.

Internet-User hatten den abgemagerten Hengst bereits auf Bildern der Veranstaltung entdeckt, nach dem Selfie erntete die junge Frau zunächst unzählige Hassbotschaften. Dazu informieren die User die RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals). Die königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren ist eine der ältesten und größten Tierschutzorganisationen der Welt. Dann kommt heraus: McPherson war schon bei einer früheren Reitveranstaltung negativ mit ihrem Pferd aufgefallen, dessen schlechter Zustand sich kaum verbergen ließ – auch wenn die Frau es mit einer Decke versuchte.

Doch dieses Mal bleibt die Nachlässigkeit der Halterin nicht ungestraft: Sie wird von einem Gericht zu 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt - was viele Kritiker noch als milde Strafe empfinden. Dazu darf sie zehn Jahre lang kein Pferd mehr halten. Und Thor? Der Hengst befindet sich nun endlich in guter Obhut, legt durch ausreichende Fütterung wieder zu und erholt sich so langsam von seinen Strapazen.