Frühstücksfernsehen

 

 

Für die Untersuchung wurden 2186 Zehntklässler sechs Monate lang vom Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung beobachtet. Die Jugendlichen hatten davor bislang keine Tabakzigaretten geraucht, allerdings zum Teil bereits Erfahrungen mit E-Zigaretten gemacht.

 

Das Ergebnis der Studie, die im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführt wurde: 22 Prozent der Befragten, die schon mal E-Zigaretten probiert hatten, begannen auch mit dem Tabakrauchen. Von den Jugendlichen, die zuvor keine E-Zigarettenerfahrung hatten, fingen nur zehn Prozent mit Tabakzigaretten an. Im Vergleich also weniger als die Hälfte.

 

Für Experten deutet dieses Ergebnis klar darauf hin, dass E-Zigaretten das Tabakrauchen wieder attraktiver machen. Dabei war gerade das bei Jugendlichen eigentlich seit Jahren zurückgegangen.

 

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sieht im Untersuchungsergebnis einen klaren Auftrag: "Es gilt ganz klar zu verhindern, dass junge Menschen durch den Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas zum Tabakrauchen angeregt werden. Deshalb bieten wir verstärkt Informationsangebote zu den Risiken von E-Produkten an."

 

Denn eigentlich, so Thaiss, liegt die Raucherquote bei den Zwölf- bis 17-Jährigen bundesweit mit aktuell 7,4 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Dieser niedrige Wert soll gehalten oder bestenfalls sogar noch weiter verringert werden.

 

Über Langzeitfolgen des sogenannten „Dampfens“, also des Rauchens von E-Zigaretten, liegen bislang keine belastbaren Studienergebnisse vor. Dass das Rauchen von Tabakzigaretten allerdings der Gesundheit schadet, ist unumstritten.