Feinstaub ist gesundheitsschädlich - daran besteht kein Zweifel. Die schwebenden Nanopartikel aus Abgasen schädigen nicht nur unsere Lunge, sondern fördern auch Lungenkrebs. Zudem können sie auch Infektionen begünstigen, die Wirkung von Antibiotika hemmen und womöglich sogar Frühgeburten fördern. Doch viel interessanter ist der aktuelle Aspekt, dass Abgase zu Alzheimer führen können.

Feinstaub als Auslöser für Alzheimer

Es ist bereist bekannt, dass Alzheimer viele Auslöser hat. Eine neue Ursache für die Erkrankung wird zurzeit hitzig diskutiert. Denn eine aktuelle Studie, die jetzt veröffentlicht wurde, belegt die These, dass Feinstaub Alzheimer auslöst.

Feinstaub

Feinstaub könnte sich im Gehirn ablagern

Insgesamt wurden für die Studie 203 Gehirne von verstorbenen Menschen aus Mexico-City unterschiedlichen Alters genauer untersucht. Nur zur Info: In der Metropole herrscht Dauersmog! Die Bewohner atmen täglich Feinstaub ein und das ein Leben lang. Schon nach den ersten Untersuchungen bestärkte sich die Vermutung der Wissenschaftler, dass Feinstaub als Ursache von Alzheimer in Frage kommt. Vor allem das Gehirn eines toten elf Monate alten Kindes machte die Forscher fassungslos. Denn das Gehirn des Kleinkindes zeigte bereits erste Ablagerungen im Gehirn, die auf eine spätere Erkrankung an Alzheimer hinweisen.

Was passiert im Gehirn?

Bei einer Autopsie ist Alzheimer durch Eiweißpartikel im Gehirn sichtbar, die nicht abgebaut werden konnten. Diese Ablagerung ist nachweisbar, lange bevor Alzheimer erkennbare Symptome zeigt. In den Gehirnen der Erkrankten sterben nach und nach Hirnzellen ab und mit der Zeit lösen sich die Verbindungen zwischen den Zellen auf.

Im Abschlussbericht der Studie erklären die Wissenschaftler, dass rund 99,5 Prozent der untersuchten Stadtbewohner von den Merkmalen der Erkrankung betroffen seien. Nicht zuletzt deswegen birgt Feinstaub ein schweres Gesundheitsrisiko! In einer weiteren Untersuchung konnte sogar nachgewiesen werden, dass Feinstaub auch eine Gefahr für die Psyche darstellt! Demnach leiden Menschen, die an einer stark befahrenen Straße wohnen, häufiger an Depressionen.