In Dänemark soll eine Neuregelung ab 2019 zum Thema Blutspenden in Kraft treten. Mit diesem Modell soll das dänische Blutspendesystem modernisiert werden. Laut dem Gesundheitsminister Ellen Trane Nørby wird mit dieser Regelung auch etwas für die Gleichbehandlung getan. Jedoch gibt es da eine Einschränkung: Bevor sie Blut spenden dürfen, müssen homo- und bisexuelle Männer aber garantieren, dass sie in den vergangenen vier Monaten keine sexuellen Kontakte hatten. Bei Männern mit einem dauerhaften Partner könne diese Sperrzeit aber entfallen, wie der Gesundheitsminister in einer Pressemitteilung erklärte: „Wenn man in einer monogamen Beziehung ist, kann die Blutbank sagen, dass die viermonatige Quarantäne nicht nötig ist.“

Schwule dürfen Blut spenden – aber nicht bedingungslos ...

Bestimmt fragst du dich jetzt, wie es eigentlich in Deutschland aussieht? Bis 2017 war es Homosexuellen nicht möglich Blut zu spenden. Jedoch wurde dieses Verbot gelockert, zumindest ein bisschen. Seitdem gilt eine Speerzeit für ein ganzes Jahr. Dieselbe Regel gilt auch für Prostituierte, bisexuelle Männer, Transmänner, sowie Heterosexuelle mit sexuellem Risikoverhalten. Die Deutsche Aidshilfe kritisierte natürlich die lange Sperrzeit, denn eine HIV-Infektion kann heute nach sechs Wochen nach dem letzten Geschlechtsverkehr ausgeschlossen werden. Außerdem sollte es eigentlich sonnenklar sein, dass ein gesunder homosexueller Mann niemals ein Jahr lang zölibatär leben kann, nur um dann endlich Blutspenden zu dürfen.