Der Trend bei vielen Banken, wie auch der Sparkasse, geht hin zum Online Banking. Und das hat schlimme Konsequenzen. Denn immer mehr Filialen müssen geschlossen werden.

Viele Städte sind betroffen

Im Jahr 2016 sank die Zahl der Standorte von 14.451 auf 13.779. Das bedeutet, dass 672 Filialen und Selbstbedienungsstellen geschlossen wurden. Trotz dieser immensen Einschnitte, macht ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) den Kunden Hoffnung. 

Sparkassen und Volksbanken sollen in allen Regionen erhalten bleiben

„Sparkassen werden auch in Zukunft mit ihrem Filialnetz flächendeckend in allen Regionen Deutschlands vertreten sein“, erklärt der Sprecher gegenüber der „Passauer Neuen Presse“. Jedoch räumt er ein, dass „gerade kleine Filialen nicht an jedem Standort erhalten“ werden können.

Von den Schließungen sind nicht nur die ländlichen Regionen betroffen. Auch in München sollen ab März von insgesamt 75 Filialen fünf komplett geschlossen und zwölf zu Selbstbedienungsstellen umgewandelt werden, berichtet die „tz“. Von den restlichen Filialen werden zehn nur in Teilzeit betrieben.

Online-Banking auf dem Vormarsch

Immer weniger Kunden nutzen die Möglichkeit in eine Filiale zu gehen. Dafür wird das Online-Angebot immer beliebter. So besucht statistisch gesehen jeder Sparkassen-Kunde nur einmal im Jahr eine Filiale. Im gleichen Zeitraum wird das Angebot über die App aber mehr als 100 Mal genutzt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Auch bei anderen Banken sieht es nicht anders aus. Hatte die Bundesbank 1997 noch mehr als 63.000 Zweigstellen, waren es Ende 2016 nur noch 32.026.

Ralf W. Barkey, der Präsident des Genossenschaftsverbandes, erklärte gegenüber der dpa: „Wir werden sicher einen weiteren Rückgang im Filialbereich haben. Aber unseren grundsätzlichen Anspruch, in der Fläche vertreten zu sein, erhalten wir aufrecht.“