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Frühstücksfernsehen

Gefährlicher Beauty-Trend "Blowtox": Botox für die Haare

06.06.2018 • 07:00

Experten warnen vor einem neuen Beauty-Trend aus den USA: Dabei wird Botox in die Kopfhaut injiziert, damit die Haare länger frisch bleiben. Doch das hat Risiken. Charlotte Karlinder weiß mehr.

In den USA keimt gerade ein neuer Schönheitstrend auf. Immer mehr Frauen lassen sich Botox nicht ins Gesicht, sondern in den Kopf injizieren – genauer gesagt in die Kopfhaut. Dadurch sollen die Haare länger frisch aussehen. Die neue Verwendung nennt sich „Blowtox“. Besonders beliebt ist dieser Trend bei Frauen, die gerne mit gestylten Haaren zum Sport gehen. Denn normalerweise fällt die Föhnfrisur beim Schwitzen zusammen. Das verhindert das Botox in der Kopfhaut. 

Das Nervengift Botulinumtoxin funktioniert in der Kopfhaut auf gleiche Weise wie zur Glättung von Stirn- und Zornesfalten: Es blockiert die Kommunikation zwischen Nerven und Schweißdrüsen und verhindert so die Schweißproduktion. Dadurch werden die Haare nicht so schnell fettig und der Föhn-Effekt hält länger. Um ein ideales Resultat zu erzielen, benötigt man rund 150 Injektionen auf der gesamten Kopfhaut. Nach der Behandlung ist man für bis zu zwölf Monate schweißfrei. Das ist etwa doppelt so lange, wie die Wirkung einer Botoxbehandlung gegen Falten.

Experten warnen vor diesem skurrilen Beauty Trend, denn durch das Botox wird nicht nur die Kopfhaut gelähmt, sondern auch die Haarwurzeln. Dadurch fettet die Kopfhaut zwar nicht, doch die Wurzeln bzw. die Muskeln sind tot gelegt, wodurch die Haare nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden und ausfallen könnten. Und es kann noch schlimmer kommen, denn in den meisten Fällen sehen die nachwachsenden Haare fad und trocken aus und könnten wieder abbrechen. Auch Schuppen könnten sich laut Experten dann bilden. Doch nicht nur das. Schweiß auf der Kopfhaut ist ein natürlicher Schutz des Körpers, welcher verhindert, dass die Kopfhaut austrocknet. Durch das Botox wird der natürliche Säureschutzmantel der Kopfhaut zerstört. Dieser ist jedoch wichtig, damit keine Keime, Bakterien und andere Schadstoffe in die Haut gelangen. Ein weiterer Nachteil sind die hohen Kosten einer Behandlung. Eine Sitzung  kostet um die 1500 Dollar. Dann das Geld lieber in Pflegeprodukte investieren!