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Frühstücksfernsehen

Grillrauch kann Darmkrebs und Atemwegserkrankungen verursachen

01.06.2018 • 07:00

Wir lieben Grillen - aber leider geht der Grillrauch sprichwörtlich unter die Haut und das kann böse Folgen haben. Schlimmstenfalls sogar Krebs. Charlotte Karlinder weiß mehr.

In Deutschlang scheint die Sonne und aus jedem Garten steigt der Grillduft auf. Und schon läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Der Rauch hat aber auch seine Tücken, wie eine Studie herausfand.

Chinesische Forscher konnten in einer umfangreichen Untersuchung belegen, dass diese Rauchschwaden buchstäblich unter die Haut gehen. Selbst wer versucht, sie nicht einzuatmen, bekommt Ungesundes ab. Denn bestimmte im Grillrauch hochsteigende krebserregende Stoffe werden durch die Haut sogar noch intensiver aufgenommen als durchs Einatmen. Auch Kleidung schützt nicht komplett vor der Aufnahme bestimmter Schadstoffe, nämlich der sogenannten PAK, durch die Haut. Die Abkürzung PAK steht für Poly-zyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie entstehen, wenn Fett, Fleischsaft oder Öl in der Glut verbrennen. Diese steigen dann im Rauch hoch und können sich auch auf dem leckeren Grillgut ablagern. Im Rahmen der Studie wurden die Probanden in drei Gruppen eingeteilt und mussten an einem Grill-Test teilnehmen. Die erste Gruppe aß Fleisch vom Grill, stand und atmete in Grillnähe. Die zweite Gruppe stand und atmete ebenfalls im Rauch, aß aber nichts. Die letzte Gruppe aß nichts und stand mit abgestotterter Atemmaske im Rauch. Die Analysen zeigten, dass die Fleischkonsumenten später den höchsten Anteil an PAK im Urin hatten. Zudem konnten die Forscher nachweisen, dass über die Haut die meisten gefährlichen Stoffe aufgenommen wurden, mehr noch als durchs Einatmen.

Aus diesem Grund raten die Forscher, dass die Kleidung nach dem Grillen sofort gewechselt werden sollte. 

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