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Organschäden nachweisbar: Neue Erkenntnisse zu Post- und Long Covid

16.12.2021 • 10:45

Neben einer schweren akuten Erkrankung drohen Corona-Infizierten auch langanhaltende Beeinträchtigungen. Über diese liegen nun zahlreiche neue Erkenntnisse vor.

Neue Erkenntnisse zu Post- und Long Covid

Neben einer schweren akuten Erkrankung drohen Corona-Infizierten auch langanhaltende Beeinträchtigungen. Über diese liegen nun zahlreiche neue Erkenntnisse vor.
"Der Wissenszuwachs in den vergangenen Monaten war enorm", erklärte Dominik Buckert vom Universitätsklinikum Ulm beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Nach aktuellen Schätzungen haben demnach rund zehn Prozent der Covid-Patienten mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen. Treten diese noch vier Wochen nach Erkrankung auf, spricht die Wissenschaft von Long Covid, nach drei Monaten von Post Covid.
Bei zehn bis 20 Prozent der Betroffenen sind Schäden an Organen wie Herz oder Lunge nachweisbar. Die weit größere Gruppe - zwischen 60 bis 70 Prozent - plagt sich dagegen mit funktionellen Beeinträchtigungen wie geringere Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen oder Fatigue herum.
Die gute Nachricht: Die Heilungschancen stehen bei vielen Menschen gut. Herzmuskelentzündungen etwa heilten häufig vollständig aus, erklärte Buckert.
Auch die funktionellen Beschwerden verschwinden oft vollständig wieder - wenn auch mitunter erst nach Monaten.

Impfen schützt auch vor Long Covid

Und: "Impfen schützt grundsätzlich gut auch vor Long Covid", erklärte die Medizinerin Carmen Scheibenbogen von der Berliner Charité. Bei milden Verläufen träten Organveränderungen seltener auf.
Bei funktionellen Beschwerden sei das Bild aber weniger eindeutig. Demnach könnten auch geimpfte Patienten mit mildem Verlauf lange an Beeinträchtigungen leiden.

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