Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Untersuchungsausschuss: Trump plante Kapitol-Angriff offenbar im Voraus

13.07.2022 • 03:35

Ex-Präsident Trump soll den Angriff seiner Anhänger auf das Kapitol lange im Voraus geplant und dabei bewusst rechte Gruppen angesprochen haben. Zu diesem Ergebnis kommt der Untersuchungsausschuss im Kongress.

Untersuchungsausschuss: Trump plante Kapitol-Angriff offenbar im Voraus

Der damalige US-Präsident Donald Trump hat nach Auffassung des Untersuchungsausschusses zum Sturm aufs Kapitol im Januar 2021 den Marsch Tage zuvor geplant - und gewaltbereite Rechtsextreme direkt angesprochen.
"Präsident Trump hat seinen Plan umgesetzt, indem er in seiner Rede am 6. Januar seine Anhänger aufforderte, (...) zum Kapitol zu marschieren", sagte das demokratische Ausschussmitglied Stephanie Murphy laut der Deutschen Presse-Agentur.
Es habe sich um eine bewusste Strategie des Präsidenten gehandelt.

Demnach habe es bereits vor dem 6. Januar Informationen gegeben, dass sich "sehr gewalttätige Individuen" an diesem Tag in Washington versammeln wollten

Demnach habe es bereits vor dem 6. Januar Informationen gegeben, dass sich "sehr gewalttätige Individuen" an diesem Tag in Washington versammeln wollten.
Konkret geht es dabei um einen Tweet vom 19. Dezember.
"Großer Protest in D.C. am 6. Januar. Seid dabei, es wird wild!", twitterte Trump damals.
Das habe nach Auffassung von Ausschussmitglied Jamie Raskin in der rechten Szene "explosive Wirkung" entfaltet und bei der Mobilisierung eine zentrale Rolle gespielt.
Trump habe damit rechte Gruppen direkt angesprochen, so der Ausschuss.
Anhänger des republikanischen Präsidenten hatten am 6. Januar 2021 mit Gewalt den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt.