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Frühstücksfernsehen

Wegen dramatischem Engpass bei Babynahrung: US-Präsident Biden greift zu ungewöhnlichen Mitteln

19.05.2022 • 07:54

Derzeit herrscht in den USA ein dramatischer Engpass von Babymilchnahrung. Aus diesem Grund greift die Regierung um Präsident Joe Biden nun auf ungewöhnliche Mittel zurück.

Derzeit herrscht in den USA ein dramatischer Engpass von Babymilchnahrung. Aus diesem Grund greift die Regierung um Präsident Joe Biden nun auf ungewöhnliche Mittel zurück.

Joe Biden greift auf ein Gesetz aus dem Kalten Krieg zurück

Wie das Weiße Haus am Mittwochabend mitteilte (18.5.), entschied Biden das Gesetz "Defense Production Act" aus dem Kalten Krieg anzuwenden. Dieses erlaubt US-Präsidenten, im Interesse der nationalen Sicherheit, in die Privatwirtschaft einzugreifen. Das Ziel sei es, die Produktion von Babynahrung anzukurbeln.
Konkret sollen Hersteller von Säuglingsmilchnahrung von Lieferanten bevorzugt mit benötigten Zutaten versorgt werden.

Luftbrücke für Import von Babynahrung soll eingerichtet werden

Um den Import von Babynahrung zu beschleunigen, richtet die US-Regierung ebenfalls eine Luftbrücke ein. Das Verteidigungsministerium "wird seine Verträge mit kommerziellen Frachtfluggesellschaften nutzen, wie es dies in den ersten Monaten der Covid-Pandemie getan hat, um Produkte aus Fabriken im Ausland zu transportieren", hieß es weiter.
Hintergrund des dramatischen Mangels ist der Ausfall einer Fabrik des größten Herstellers von Babymilchnahrung in den USA. Der Produzent Abbott hatte zuvor mehrere Produktlinien zurückgerufen, nachdem wegen möglicher bakterieller Verunreinigungen vier Säuglinge erkrankt und zwei gestorben waren.

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