Zwei bei Kallwass

Die Diplom-Psychologin spricht über ihr großes Jubiläum

Zehn Jahre Angelika Kallwass

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© Oliver S./SAT.1

"Die vergangenen zehn Jahre waren eine Zeit der intensiven Gefühle: Neugier, Faszination, Angst, Wut, Ärger, Begeisterung, Freundschaft. Insgesamt eine sehr erfüllende, glückliche Zeit."

Frau Kallwass, Sie sehen noch immer so aus wie vor zehn Jahren. Was ist Ihr Geheimnis?

Angelika Kallwass: Warum fragen Sie nicht direkt, ob ich mich habe liften lassen? (lacht) Also, ich habe mich nicht liften lassen, obwohl ich kein genereller Gegner von kosmetischen Operationen bin. Nur: Meine Mimik ist mein Instrument, und ich habe Angst, dass sie nach einer OP eingeschränkt sein könnte. Statt auf OP oder Botox setze ich auf regelmäßige Reinigung und Pflege. Aber in erster Linie habe ich eine hervorragende Maskenbildnerin und meine so genannte Kamera 1 'softet' im Fernsehen noch zusätzlich.

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© Oliver S./SAT.1

Wie haben Sie sich während Ihrer ersten Sendung gefühlt?

Angelika Kallwass: Ich war sehr aufgeregt, wie versteinert! (lacht) In den ersten zwölf Folgen habe ich ja mit echten Betroffenen gearbeitet. Im Laufe der Jahre hat sich die Aufregung gelegt, aber nach einer längeren Drehpause stellt sich dann wieder ein wenig Lampenfieber ein.

Warum arbeiten Sie inzwischen mit Laiendarstellern?

Angelika Kallwass: Die Sendungen mit den echten Betroffenen waren den Zuschauern offensichtlich zur Mittagszeit zu anstrengend und langatmig. Jetzt arbeiten wir mit Laiendarstellern und Jungschauspielern. Ich erhalte eine Kurzfassung mit Charakterbeschreibungen, Lebensgeschichten und dem möglichen Ablauf. In weiten Bereichen improvisiere ich mit den Darstellern.

In zehn Jahren erlebt man so allerhand. Welches Ereignis aus "Zwei bei Kallwass" ist Ihnen da besonders in Erinnerung geblieben?

Angelika Kallwass: Ich erinnere eine der ersten Sendungen, die mich sehr berührte: Eine junge Frau kam zu mir, weil sie von ihrem Freund geschlagen wurde. Der junge Mann war ein Kleinkrimineller, ein richtig harter Kerl. Während des Gesprächs begann er zu weinen. Er hatte wirklich verstanden, wie sehr er seine Freundin verletzte und erniedrigte.

Interview Seite 2

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