Knallerfrauen

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Knallerfrauen

Mastubieren

Folge 8 Staffel 1

Die Knallerfrau erwischt ihren Sohn beim onanieren. Das kann sie nicht so auf sich sitzen lassen.

08.09.2017 23:15 | 0:56 Min | © Sat.1

Masturbieren ist gesund für Körper und Geist

Nicht nur in der Pubertät ist es ganz normal, zu masturbieren. Obwohl Selbstbefriedigung noch immer für viele ein Tabu ist, gehört sie mit zur eigenen Sexualität. Schämen muss sich wirklich niemand dafür, denn Wissenschaftler fanden heraus, dass das Onanieren sogar gesund ist.

Masturbationsmythen stärken das Tabu

Obwohl das Masturbieren schon längst kein Tabu-Thema mehr sein müsste, sprechen viele immer noch nicht gerne darüber. Schuld daran sind Masturbationsmythen wie sie das "Knallerfrauen"-Video auf die Schippe nimmt. Manchmal sind sie schnell als Lügen enttarnt und schon wieder lustig, wie bei diesem Beispiel: "Jedes Mal, wenn du dich selbst anfasst, stirbt ein Baby-Delfin." Andere hingegen werden als wissenschaftliche Erkenntnisse verkauft, die vor allem Jugendliche verunsichern. 

Früher hieß es oft, dass man von Selbstbefriedigung erblinden könne oder Krankheiten wie Pocken oder Tuberkulose dadurch begünstigt würden. Lange hielt sich zudem das Gerücht, dass onanieren unreine Haut und Pickel verursache oder gerade Männer davon unfruchtbar werden könnten. Heute weiß man, dass das alles Quatsch ist. Dennoch bleibt bei vielen Menschen die Scham.

Masturbieren: So viele tun es wirklich

Dabei zeigt eine Bonner Studie, dass masturbieren trotz Tabuisierung und Totschweigen etwas ganz alltägliches ist. 90 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen tun es demnach regelmäßig. Bei den Damen habe sich die Anzahl derjenigen, die sich selbst befriedigen in den vergangenen 30 Jahren sogar um 20 Prozent erhöht. Dabei ginge es für viele nicht vorrangig um einen Orgasmus, sondern vielmehr um Entspannung.

Masturbation ist nicht nur bei  Menschen zu finden, sondern auch im Tierreich. Egal ob Affen, Hunde, Bären oder Vögel – alle tun es. Die Forscher interpretieren dieses Verhalten als Training für den Ernstfall. Selbstbefriedigung soll also auf den echten Sex vorbereiten. Onanieren habe, entgegen der Mythen, sogar eine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit.

Auch in der Partnerschaft sollte das Masturbieren kein Tabu sein.
Auch in der Partnerschaft sollte das Masturbieren kein Tabu sein. © pixabay

Selbstbefriedigung auch in der Partnerschaft?

Nur weil Sie einen festen Partner haben, bedeutet das nicht, dass Sie sich nicht weiterhin selbst befriedigen dürfen. Dennoch ist das Masturbieren in der Beziehung ein noch schwierigeres Thema als die Selbstbefriedigung bei Singles.

Das Problem: Oft denkt der Liebste oder die Liebste, dass der gemeinsame Sex nicht gut genug sei und sein Freund oder seine Freundin deshalb selbst Hand anlegen muss. Dabei hat das eine gar nichts mit dem anderen zu tun.

Onanieren ist ein sehr egoistischer Vorgang. Hier können Sie selbst bestimmen, wie schnell Sie zum Orgasmus kommen und brauchen keine Rücksicht auf eine andere Person nehmen. Eigene Vorlieben stehen im Mittelpunkt, Vorlieben und Abneigungen des Partners spielen keine Rolle. 

Ein weiterer Punkt: Onanieren können Sie immer, wenn Sie Lust haben. Kommt eine zweite Person ins Spiel, dann möchte die vielleicht gerade etwas anderes tun und hat keine Lust auf Sex. Tipp: Sprechen Sie ganz offen mit Ihrem Liebsten über das Thema Masturbation und machen Sie ihm klar, dass Sie das Liebesspiel mit ihm großartig finden und er sich nicht durch die Selbstbefriedigung verunsichern lassen muss.

Sexspielzeug kann auch beim Masturbieren zum Einsatz kommen.
Sexspielzeug kann auch beim Masturbieren zum Einsatz kommen. © pixabay

Masturbieren mit Sexspielzeug

Viele Frauen greifen beim Masturbieren auf Sexspielzeuge zurück. So lässt sich richtiger Verkehr imitieren, indem zum Beispiel ein Dildo oder ein Vibrator in die Vagina eingeführt wird. Es gibt allerdings auch Vibratoren, die einfach aufgelegt werden und so den Kitzler stimulieren. Sexspielzeug kann aber auch beim gemeinsamen Liebesspiel eingesetzt werden und ist damit für viele eine echte Bereicherung.

Männer greifen beim Onanieren lieber auf die klassische Variante zurück und benutzen ihre Hände. Das liegt angeblich daran, dass vor allem bei improvisiertem Sexspielzeug für die Herren der Schöpfung, wie zum Beispiel einfachen Rohren, die die Vagina simulieren sollen, schnell Unfälle passieren. Es droht ein Penisbruch. Laut "Lifeline" sollen jährlich sogar circa 100 Männer ihr Leben bei risikoreichen Selbstbefriedigungstechniken lassen. Ein simpler Handjob ist allerdings völlig ungefährlich.

Masturbation ist ein Mini-Work-out für den ganzen Körper.
Masturbation ist ein Mini-Work-out für den ganzen Körper. © pixabay

So gesund ist onanieren und masturbieren

Untersuchungen zeigen, dass Männer, die masturbieren, ihr Risiko an Prostatakrebs zu erkranken, senken können. Zu 100 Prozent ist das allerdings nicht bewiesen. Dafür aber andere positive Einflüsse auf dem Körper:

  • Kreislauf wird gestärkt
  • Herz wird trainiert
  • Muskeln und Hirn entspannen sich
  • Stress wird abgebaut
  • Endorphine werden beim Orgasmus freigesetzt
  • Sexualhormone wie Testosteron und Östrogen werden produziert
  • Kopfschmerzen werden gelindert
  • bei Frauen nehmen Krämpfe während der Periode ab
  • bei Männern steigt die Spermienqualität
  • Beckenbodenmuskulatur wird trainiert

Masturbation ist also wie ein kleines Work-out für den gesamten Körper und trägt maßgeblich zur Entspannung bei. 

Wie oft sollte man masturbieren?

Aber gibt es eine Grenze, die bei der Selbstbefriedigung nicht überschritten werden sollte? Forscher fanden heraus, dass zwei Mal pro Woche ideal sind. Eine feste Regel gibt es allerdings nicht. In wenigen Fällen kann Selbstbefriedigung zur Sucht werden. Es gibt einige Anzeichen, auf die Betroffene achten sollten: 

  1. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie so häufig masturbieren?
  2. Lassen Sie andere Dinge schleifen und verpassen sogar Termine, weil Sie lieber onanieren?
  3. Der Drang zur Selbstbefriedigung bestimmt Ihren gesamten Tagesrhythmus?

Müssen Sie eine oder mehrere der Fragen mit Ja beantworten, dann kann bereits eine Sexsucht vorliegen. Helfen kann hier ein Sexualtherapeut, damit die Sucht nicht Ihr Leben bestimmt und Sie nicht vom Drang nach Selbstbefriedigung, sondern von der eigenen Lust animiert werden.

Fazit: Masturbieren ist nichts Schlimmes – ganz im Gegenteil. Es entspannt und hat viele positive Einflüsse auf den Körper. Selbst für Menschen in einer Beziehung ist Selbstbefriedung ein normaler Teil der eigenen Sexualität.