Million Dollar Shootingstar

"Wenn es mich beunruhigt, weil ein Model zu dünn wird, sage ich etwas dazu. Mir sind gesunde Models wichtig."

Bar Refaeli im Interview - Teil 2

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Sie sind das einzige Mädchen unter zahlreichen Brüdern in Ihrer Familie. Wie hat Sie das geprägt?

Ich glaube, das hat mich zu einem Wildfang gemacht, denn ich bin lieber unter Jungs als unter Mädchen. Ich verbringe viel Zeit mit meinen Brüdern. Wir haben viele gemeinsame Freunde, denn einer ist nur 15 Monate jünger als ich.

Auf der anderen Seite fühle ich mich sehr mädchenhaft, denn all die Männer um mich herum wollen die Prinzessin des Hauses beschützen. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte eine Schwester, aber ich kenne es nur als einziges Mädchen in einem Haus voll mit Jungs.

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Was bedeutet Heimat für Sie?

Israel wird immer mein zu Hause sein. Dort bin ich aufgewachsen, dort möchte ich in der Zukunft leben. Israel ist der Ort, wo die meisten meiner Freunde leben – und das ist Heimat. Meine Basis ist das Flugzeug - hier verbringe ich die größte Zeit. Oder am Boden zwischen London und New York. Aber dort möchte ich nicht für immer leben.

Sie reisen ständig durch die Welt – wissen Sie immer, wo Sie gerade sind oder verlieren Sie den Überblick?

Oft wache ich auf und weiß nicht, wo ich bin – selbst wenn ich zu Hause bin. Ich liege im Bett und weiß im ersten Moment nicht, wo das Bad ist (lacht).

Berühmt sein, wie fühlt sich das an?

Der einzige Nachteil vom Berühmtsein ist, dass man seine Privatsphäre verliert. Wie immer ist der größte Vorteil auch der größte Nachteil. Berühmt sein zeigt mir, dass ich wirklich gut in meinem Job bin. Nur manchmal wünsche ich mir, einfach nur in einem Restaurant draußen zu sitzen und in Ruhe zu essen. Dann erinnere ich mich daran, wie glücklich ich mich schätzen sollte und bin nicht mehr traurig darüber, dass ich solche Dinge nicht tun kann.

Wie gehen Sie mit Paparazzi um?

Ich weiß einfach, wo ich hingehen kann und meide wiederum andere Ecken, wo ich mit Paparazzi rechnen muss. Ebenso meide ich Restaurants, die für Fotografen bekannt sind. Aber man lernt, wie man mit ihnen umgeht. Wenn mich eine Fotografin in der Öffentlichkeit "erwischt", ein Foto macht und dann weiter geht, ist das ok.  

Was für ein Typ Frau sind Sie? Wie sehen Sie sich selbst?

Ich denke aufgrund meines Berufes sind viele davon überzeugt, dass ich ein sexy Mädchen bin. Bin ich aber nicht. Viele denken wahrscheinlich, dass ich ein sexy Model sei und einen Bikini auf der Straße trage. So ist es nicht. Ich trage tagsüber keine engen Sachen, sondern Baggy Jeans und T-Shirt. Ich mache gerne verrückte Sachen und viele Späße.

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Magermodels sind noch immer auf den Laufstegen der Welt ganz groß im Rennen – was sagen Sie dazu?

Ich bin ganz offensichtlich keines dieser sehr dünnen Mädchen und stehe auch nicht für den "Heroin chic“. Für mich ist es wichtig, das Thema auch in der Show anzugehen. Wenn es mich beunruhigt, weil ein Model zu dünn wird, sage ich etwas dazu. Mir sind gesunde Models wichtig. Außerdem braucht man ein gesundes Selbstbewusstsein.

Eines der wichtigsten Dinge, die mir meine Eltern von klein auf sagten: "Du bist schön, so wie du bist." Sie haben mir nie das Gefühl gegeben, dass ich zu anderen Menschen aufschauen müsste. Ich wollte nie wie irgendwer anderes sein. Sie haben mir so viel Selbstsicherheit gegeben, dass ich nie das Gefühl hatte, dass ich wie das Model im Magazin aussehen möchte. Ich denke, das ist ein gesunder Weg aufzuwachsen.

Wie sind Sie zum Modeln gekommen?

Meine Mutter war in den 70er Jahren in Israel ein bekanntes Model. Aber modeln war damals anders – nicht so wie heute, es wurde nicht so viel gereist.

Seit ich klein war, stand ich für Werbung oder Shootings vor der Kamera. Ich habe es geliebt und wusste, das ist das, was ich tun möchte. Daran habe ich nie gezweifelt und somit gab es auch nie die Frage, was ich tun möchte, wenn ich groß bin. Was ich damals gemacht habe, mache ich heute und werde ich machen, bis mir die Lust vergeht.

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