Niedrig und Kuhnt

Die TV-Kommissarin über den Erfolg der Serie, Partner Bernie und realitätsnahe Fälle

Cornelia Niedrig im Interview

© Sat1

Cornelia Niedrig, wie erklären Sie sich den anhaltenden Erfolg von "NuK"?
"Ich glaube, dass das tatsächlich in erster Linie am Team liegt, das dort zu sehen ist, und damit meine ich alle sechs Charaktere."

Sie kennen Bernie Kuhnt seit Anfang der 90er Jahre; welche Rolle spielt die Chemie zwischen Ihnen beiden?
"Wir haben denselben Humor. Das zeigt sich in bestimmten Situationen, wenn wir exakt dieselben Assoziationen haben, ohne dass einer vorher ein Wort darüber verloren hätte. Das passiert so häufig, dass es beinahe schon unheimlich ist. Keine Frage, die Chemie zwischen uns stimmt!"

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Partner?
"Es ist genau dieser manchmal auch etwas schmutzige Humor, bei dem wir uns dann gegenseitig die Bälle zuspielen."

Und was nervt Sie?
"Bernie ist ein klassischer Bulle und auch ein klassischer Macho. Und hin und wieder kommt es dann auch zu den klassischen Mann-Frau-Reibereien."

Haben sich die Fälle im Laufe der Jahre verändert?
"Mir fällt auf, dass wir heute wesentlich realitätsnäher sind als zu Beginn. Damals wurde sehr viel mit Klischees gearbeitet, Prostituierte etwa wurden nur im typischen Outfit gezeigt. In der Folge haben wir darauf hingewiesen, dass solche Klischees aber nicht realitätsnah sind. Zudem glaube ich, dass die Fälle auch dadurch besser geworden sind, weil wir selbst uns verbessert haben. Von Jahr zu Jahr wird man lockerer vor der Kamera und traut sich auch mehr zu."

Gibt es Dinge, die Sie ablehnen?
"Ich möchte nicht, dass mein Privatleben im Drehbuch auftaucht. Und auch das Thema 'Alkohol' ist insofern tabu, als ich keine Feierszene spielen würde, die mich völlig betrunken zeigt. Zum einen trinke ich selbst tatsächlich kaum Alkohol, zum anderen haben wir auch ein großes jugendliches Publikum und damit eine Verantwortung." 

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