Pastewka

Der Comedian spricht unter anderem über "Wolfgang und Anneliese"

Bastian Pastewka im Interview - Teil 2

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© SAT.1/ Guido Engels

Bastian ist kein Jäger, sondern ein ausgewiesener Sammler: Die "Drei Fragezeichen“-Kassetten, Louis de Funès-Poster, aber auch sein Saab 900 sind ihm heilig – was sind die Dinge, von denen Sie sich tatsächlich nie trennen würden?

Meine Freundin leidet unter meiner sehr großen DVD-Sammlung, die entsprechend viel Platz benötigt. Zudem habe ich auch noch eine große Anzahl von Videos, von denen ich immer noch behaupte, dass ich sie eines Tages liebevoll digitalisiere. Dabei wissen wir beide genau, dass ich den Schrott von vor 15 Jahren, wenn ich ihn erst einmal digitalisiert habe, ohnehin nie mehr anschauen würde. Allerdings hängt in meiner wahren Wohnung nur ein einziges Louis de Funès-Plakat und nicht acht.

Welche prominenten Kollegen sind diesmal dabei?

Wir haben zum ersten Mal Annette Frier – und zwar gleich in zwei Folgen. Anke Engelke, Hugo Egon Balder und Michael Kessler kehren in die Serie zurück, dazu kommen Olli Dittrich und Christoph Maria Herbst. Und auch Kollegen, die nicht vorrangig aus dem Humor-Umfeld kommen, wie z.B. der Regisseur Dieter Wedel. Und zudem einige, die nicht genannt werden wollen. Man munkelt aber, dass Frank Elstner dabei sein könnte (lacht).

Apropos "Anke Engelke“: Mit der haben Sie kürzlich den Deutschen Fernsehpreis moderiert, allerdings nicht als Pastewka und Engelke, sondern als ihre Alter Egos, das Volksmusik-Duo Wolfgang und Anneliese...

Das hat mir unfassbaren Spaß gemacht. Als wir mit unserem albernen Begrüßungslied starteten, guckten Johann Lafer und Friedrich von Thun noch skeptisch, doch beim ersten Refrain haben plötzlich alle mitgeklatscht. Das war einer der schönsten Momente in meiner Karriere und damit auch in meinem Leben, möchte ich fast sagen. Und so etwas mit Anke gemeinsam zu erleben, ist eine so große Freude…

Zudem war es für den Deutschen Fernsehpreis Neuland, dass zwei Kunstfiguren moderiert haben...

Naja, im Grunde waren wir keine Moderatoren, sondern ein besser ausgestatteter Running Gag. Das Publikum hat aber ganz hervorragend reagiert, uns mit großem Wohlwollen bedacht und den Spaß mitgemacht. Auch die Stifter des Fernsehpreises haben dieser Idee sofort vertraut und sich sehr früh damit anfreunden können, zwei Comedy-Charakteren das Ruder zu überlassen.

Wie kam es zu dieser Idee?

Unser Team, Anke Engelke und ich waren uns sicher, dass wir als Wolfgang und Anneliese mehr zu erzählen haben und uns mit diesen Figuren auch ein wenig mehr erlauben können. Als "Wolfgang und Anneliese“ haben wir in SAT.1 ja 2007 schon einmal eine Parodie auf Weihnachtsshows gemacht, wie man sie aus dem ZDF oder dem Mitteldeutschen Rundfunk kennt. Das hat gut geklappt und war unsere Eintrittskarte in den 'Fernsehpreis’. Im Übrigen: Noch in diesem Jahr wird es eine neue "Fröhliche Weihnachten“-Show geben.

Für den Deutschen Comedy-Preis dagegen sind Sie in der Kategorie „Bester Schauspieler“ selbst nominiert; ist das noch eine Überraschung, insofern als dass Sie in einem Interview bekannt haben, nie gelernt zu haben, sich in andere Charaktere hineinzuversetzen?

Das stimmt. Wenn ich früher einmal nominiert wurde, dann stets in der Kategorie „Komiker“. Deshalb hat mich diese Nominierung ganz besonders gefreut. Noch dazu weil der Film, für den ich nominiert worden bin, "Zwei Weihnachtsmänner“ mit Christoph Maria Herbst, ein Stück Arbeit ist, das mir sehr am Herzen liegt.

Stichwort "Arbeit“: Film, Fernsehen, Hörspiel, Theater, Synchronsprechen – wie bekommt man das alles unter einen Hut und in ein Leben, ohne sich zu verzetteln?

Eine sehr richtige Frage, die ich mir auch immer wieder stelle. Ich denke, es ist gerade dieser Variantenreichtum, der mir Spaß macht. Es gibt nie Grund zur Langeweile, ich darf Fernsehen machen, dann Kino und wenn ich länger kein Theater gespielt habe, dann sehne ich mich auf einmal nach der Bühne. Ich bin glücklich, dass ich ein wenig zwischen diesen Welten wandeln darf.

Gibt es etwas, was Sie auch noch gerne können möchten?

Nein. Ich war 2000 Gastsprecher bei den „Drei Fragezeichen“, mehr kann man kaum verlangen, denke ich (lacht).

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