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Die besten Momente von Gründertalent Daniela Z

Danielas smarter Schulranzen

Staffel 1Episode 121.03.2018 • 20:15

Daniela hat gemeinsam mit ihrem Sohn einen smarten Schulranzen entwickelt. Dieser soll mithilfe eines elektrischen Sensors und einer App erkennen, was im Schulranzen ist und was noch fehlt. Lässt Carsten Maschmeyer sich davon überzeugen?

Alter Daniela
Beruf Beraterin und Technologie-Scout
Heimat Weimar
Idee smarter Schulranzen

Daniela zog vor drei Jahren für ihren Beruf nach Weimar und pendelt seitdem zwischen Deutschland und ihrer Heimat Slowenien. Die Mutter zweier Kinder (Tochter Maja, 12 und Sohn Tin, 15) hat sich nach ihrem Studium der Textil- und Bekleidungsingenieurin auf den Bereich "Smarte Textilien" spezialisiert.

Das wurde aus Danielas Idee:

Die mitdenkende Schultasche, die mittels Sensoren und einer App sagt, was für den jeweiligen Tag gepackt werden muss, ist in der Endphase der Entwicklung und kommt im Juni auf den Markt. Daniela hat mit der AlpVent GmbH einen neuen Investor gefunden, mit dem sie ihre Idee weiterbringt und vermarkten kann.

Was ist Ihre Geschäftsidee?

"Eine App, die Schüler daran erinnert, welche Materialen sie für den nächsten Schultag in den Schulranzen packen müssen. Jedes Lehrbuch oder Heft hat eine Nummer und die Schultasche erkennt mit einer Elektronikeinheit, was bereits im Ranzen ist und was noch fehlt. Auch darüber informiert die App mit einer Nachricht." 

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

"Als Expertin im Textilbereich kenne ich den neusten Stand der Technologien in diesem Sektor. Die Idee zu meiner App hatte ich gemeinsam mit meinem 15-jährigen Sohn. Er selbst hat seine Schulsachen selten zu Hause vergessen, seine Schulkameraden dafür umso häufiger. Ein Lehrer braucht bis zu fünf Minuten Zeit pro Fach, um abzuklären, ob die Schüler alle Materialien dabeihaben. Pro Jahr sprechen wir so von ca. 20 Stunden Unterrichtsausfall. Zusätzlich tragen unsere Kinder überladene Schulranzen, die die Gesundheit negativ beeinflussen. Die App sammelt deswegen auch Daten über das Gewicht einzelner Elemente." 

Wie weit sind Sie mit Ihrer Idee bisher?

"Es gibt die App und einen fertigen Prototyp. Wenn ich das Geld hätte, könnte ich das Produkt sofort auf den Markt bringen." 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich bei „Start Up!“ zu bewerben?

"Ein Freund hat mir dazu geraten und meine Bewerbung gleich hinterhergeschickt. Ich dachte: Warum nicht?" 

Wo sehen Sie Ihre Stärken als Gründerin?

"Als Technikerin und Ingenieurin habe ich viele Ideen, die ich auch schnell umsetzen kann. Außerdem bin ich immer entspannt. Wenn ich nicht entspannt bin, kann ich nicht innovieren und schon gar nicht andere motivieren." 

Wo sehen Sie Ihre Schwächen?

"Ich bin keine Verkäuferin: Ich gehe ungern auf Fremde zu, um sie von meiner Idee zu überzeugen. Ich möchte andere Menschen damit nicht stressen." 

Welche Unterstützung erhoffen Sie sich von Carsten Maschmeyer und seinem Team?

"Am besten wäre ein Deutschlehrer, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist (lacht). Es wäre schön, wenn sie mir dabei helfen, meine Ideen als Erbe für die nächste Generation in die Welt zu tragen."