Teilen
Die besten Momente von Gründertalent Jennifer

Jennifers Armshaper

Staffel 1Episode 121.03.2018 • 20:15

Jennifer ist bei ihrer Hochzeit auf ein Problem der Frauenwelt gestoßen: Viele ihrer weiblichen Gäste verdeckten ihre Kleider mit Schals, um ihre Oberarme nicht zeigen zu müssen. Doch damit wollte die 29-Jährige sich nicht abfinden und fand eine Lösung.

Alter 29
Beruf Unternehmensberaterin
Heimat München
Idee Armshaper

Geboren in Österreich mit irischen Wurzeln, wuchs Jennifer in Südostasien auf. Nach dem Abitur studierte sie Internationales Management in Graz und Paris. Jennifer lebt seit fünf Jahren in München und ist seit einem Jahr verheiratet.

Das wurde aus Jennifers Idee:

Das erste Modell, der transparenter Armshaper GRACE, der die Arme optisch strafft und Makel verdeckt, ist online erhältlich. Jennifer hat mittlerweile mehrere Mitarbeiter und Büroräume in München bezogen. Der Armshaper wird komplett in Italien produziert und in einer Fabrik nahe Mailand von Hand genäht. Bald soll das Produkt auch im Einzelhandel erhältlich sein und das Sortiment um weitere Farben und Muster ausgeweitet werden. Außerdem ist eine passende Legshape-Kollektion sowie eine Dirndl-Bluse mit Shapingeffekt geplant.

Was ist Ihre Geschäftsidee?

"Ich kombiniere, ja revolutioniere Shapewear und Strumpfware, die modisch und gesellschaftstauglich sind. Dazu entwickle ich einen Armshaper für Frauen, der ein ebenmäßiges Hautbild schafft und den Oberarm optisch straffer aussehen lässt. Ergänzend dazu, will ich modernen Schmuck entwerfen. Denn ausgesuchter Armschmuck bringt den Zusatz-Effekt, dass der Übergang vom Armshaper zum Handgelenk besonders ästhetisch wirkt." 

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

"Ich habe letztes Jahr geheiratet – in Italien. Und bei unserer Hochzeit ist mir aufgefallen, wie viele unserer Gäste trotz des warmen Wetters Boleros oder Stolas getragen haben, auch meine Mutter und meine Schwiegermutter. Der Grund, warum sich so viele Frauen trotz des warmen Wetters so bedeckt hielten, war, dass sie sich mit dem Anblick ihrer Oberarme so unwohl gefühlt haben. Das war die Initialzündung für meine Idee, die ich gemeinsam mit einer Freundin entwickelt habe. Denn ich will Frauen helfen, dass sie sich wohlfühlen und selbstbewusst jede Kleidung tragen können, die sie möchten – ohne Einschränkungen. Eine bessere Optik ohne Operationen, Cremes oder sportliche Aktivitäten." 

Wie weit sind Sie mit Ihrer Idee bisher?

"Bislang haben wir viel ausprobiert und auch einen Prototyp entwickelt. Das funktioniert sehr gut, denn keiner bemerkt es, wenn ich ihn trage. Und es ist dann ein schöner Aha-Effekt, wenn ich davon erzähle." 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich bei "Start Up!" zu bewerben?

"Als ich von der Möglichkeit gehört habe, wusste ich: Das ist vom Timing perfekt für mich! Auch, dass ich kein Know-how in Sachen Unternehmensgründung mitbringen musste, ist ideal. Ich habe zwar Erfahrung in der Unternehmenswelt als Beraterin, aber eine eigene Firma zu gründen, ist eine ganz neue Herausforderung." 

Wo sehen Sie Ihre Stärken als Gründerin?

"Durch meine Berufserfahrung habe ich wirtschaftliche Stärken, denn aufgrund meiner Beratungstätigkeit habe ich schon die unterschiedlichsten Seiten von Unternehmen kennengelernt. Zusätzlich habe ich kommunikative Kompetenzen und kann mich auf unterschiedliche Mentalitäten einstellen. Ich bin flexibel und anpassungsfähig. Das sind alles Eigenschaften, die im Gründeralltag sehr helfen." 

Wo sehen Sie Ihre Schwächen?

"Ich habe keine Textil- oder Schneidererfahrung und auch keine Produktionserfahrung. Aber hier bekomme ich bereits unterschiedliche Hilfe durch Profis auf diesem Gebiet." 

Was erhoffen Sie sich von Carsten Maschmeyer und seinem Team?

"Ich hoffe, dass ich meine Kompetenzen durch das Coaching von Carsten Maschmeyer und seinem Team erweitern kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm, weil ich durch seine Erfahrungen vieles lernen und mit ihm an meiner Seite das Produkt marktfähig machen kann. Auf der ganzen Welt gibt es Frauen, die das Produkt brauchen und wollen – junge Frauen, ältere Frauen, schlanke Frauen oder korpulentere Frauen. Die Nachfrage ist da, definitiv. Und ich bin sicher: Egal, wie weit ich hier komme, die Erfahrung wird mich extrem vorwärtsbringen."