- Bildquelle: Daniel Wittlake © Daniel Wittlake

Mittlerweile ist deine Teilnahme bei "The Biggest Loser" ja schon wieder ein Jahr her. Unglaublich. Wie ging es seitdem für dich weiter?

Ich bin zuerst in meinen Fahrlehrerberuf zurückgegangen. Im Alltag habe ich festgestellt, dass es schon nochmal etwas anderes ist und ich mich nicht mehr voll auf den Sport und das Abnehmen konzentrieren konnte. Ich habe auch wieder ein bisschen zugenommen, muss ich sagen.

Trotzdem habe ich mitunter auf den Ironman trainiert, den ich 2020 absolvieren wollte, der aber durch Corona ausgefallen ist. Deshalb habe ich jetzt eine Stoffwechsel-Kur gemacht und das Gewicht geht wieder langsam runter. Es fehlen nur noch zehn Kilo bis zu meinem Wunschgewicht.

Ich bilde mich auch als Ernährungsberater weiter, um Menschen dabei zu helfen, Gewicht zu verlieren und ihre Ziele zu erreichen. Durch meine eigene Reise kann ich eine Inspiration für andere sein – darüber freue ich mich sehr. Für Hilfe beim Abnehmen, kann man mich per Mail unter Daniel.Wittlake(at)googlemail.com kontaktieren oder einfach auf meinem Instagram-Account anschreiben.

Was war damals deine Motivation für deine Teilnahme bei "The Biggest Loser"?

Ich wusste, wie es mit meinem Gewicht so weit gekommen ist. Meine Motivation war einerseits meine Fahrlehrer-Karriere, die dadurch kurz vor dem Aus stand. Außerdem war mir klar, dass wenn ich nicht jetzt etwas verändere, dass ich in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr da bin – Herzinfarkt oder so.

Wie hat es sich angefühlt, als Gewinner aus der Sendung hervorzugehen?

Ich muss gerade schon wieder grinsen, wenn ich daran denke. Dieses Finale, diesen Moment, habe ich mir zigmal angeguckt, weil es für mich so eine unfassbare Reise war. Ich habe noch nie in etwas so viel Fleiß und Kraft investiert.

Unzählige Sportstunden, Disziplin, mentale Veränderung. Und dieser Moment im Finale unter 100 Kilo zu sein. Das war beeindruckend und einfach die größte Belohnung.

Im Clip: Daniel gewinnt "The Biggest Loser" 2020

Bist du mit einem guten Gefühl ins Finale gegangen?

Sogar mit einem sehr guten Gefühl. Ich wusste, dass ich es wahrscheinlich schaffe, die 100er-Marke zu knacken. Das war für mich mein primäres Ziel. Am Ende habe ich mich nicht mehr auf den Sieg fokussiert, um nicht enttäuscht zu werden. Und wäre es mir ums Geld gegangen, hätte ich bei "The Biggest Loser" und meiner Zielsetzung etwas falsch gemacht.

Kannst du verraten, was du mit dem Preisgeld gemacht hast?

Ich bin erstmal mit Abdi in den Urlaub geflogen, weil wir uns super verstanden haben. Danach war ich mit meiner Schwester noch eine Woche in Portugal und habe den Rest des Geldes in der Tat angespart und für die Bezahlung meiner Fahrlehrer-Ausbildung genutzt. Mein Gewichtsverlust und das Preisgeld haben mir mehr Freiheit gebracht.

Was war im Camp auf Naxós die größte Herausforderung für dich?

Es war immer die Angst da, eventuell gehen zu müssen. Trotzdem musste ich die Gedanken frei haben, um sagen zu können, dass ich es selbst in der Hand habe. Ich habe durchgezogen und mein Möglichstes getan, um nicht auszuscheiden.

Im Gegensatz dazu: Was war der schönste Moment für dich?

Vor der finalen Waage war ich noch einmal trainieren und konnte schon nicht mehr. Selbst da kam Abdi zu mir in den Trainingsraum, hat Musik angemacht und mich mental unterstützt. Er selbst wusste da mehr oder weniger bereits, dass er nicht gewinnen wird. Deshalb war das einfach schön.

Was hättest du gerne vor deiner Teilnahme bei "The Biggest Loser" gewusst?

Ich glaube, es war gut, dass ich nicht so viel gewusst habe. Sonst wäre ich vielleicht gar nicht losgefahren. Im Nachhinein ist man dann froh, den Weg gegangen zu sein. Aber hätte ich gewusst, was das an Kraft, Disziplin und Mut fordert, weiß ich nicht, ob ich bereit gewesen wäre.

Was wissen stattdessen die Zuschauer noch nicht über die Abläufe bei "The Biggest Loser"?

Es wird immer nur ein kleiner Ausschnitt vom Sport gezeigt. Teilweise haben wir bis zu 14 Stunden trainiert und sind dafür sogar nachts aufgestanden.

Wow. Habt ihr euch da selbst Druck gemacht?

Man weiß einfach, dass jegliche Art von Bewegung Kalorien verbrennt. Das war das eine. Und das andere war, dass man gesehen hat, wie viel die anderen trainieren. Ich habe mich selbst in die Pflicht genommen und motiviert.

Wer war dein härtester Konkurrent? War es tatsächlich Sascha, der auf Platz 2 kam?

Zum einen Sascha, aber auch Abdi. Beide wegen ihrer extremen Sportlichkeit. Sie waren mir beim Training überlegen, weswegen ich einfach länger und intensiver trainieren musste. Ah, und natürlich Anthony, weil er ein ähnliches Ausgangsgewicht hatte.

Schaust du die neue Staffel?

Ja, natürlich. Viele Kandidaten sind mir sehr sympathisch. Ich muss sagen, Ole gehört aber zu meinen Favoriten. Er ist mir ähnlich und zieht für sich selbst durch.

Gibt es einen Tipp, den du für Menschen hast, die zu Hause abnehmen wollen? Worauf sollten sie sich konzentrieren?

Sie können sich gerne bei mir melden und ich unterstütze sie mit meinem Wissen aus der Sendung und aus meiner Weiterbildung zum Ernährungsberater. Zum Anfang sollte man vor allem viel trinken, sich bewegen und Zucker weglassen.

Setzt euch ein Ziel vor Augen und kämpft dafür. Nicht für die anderen, sondern für das Ziel. Nur dann kann man sich letztendlich wirklich wohlfühlen.

Danke für das Interview, Daniel!

Wer wird der oder die Nachfolger:in von Daniel und setzt sich bei "The Biggest Loser" 2021 durch? Das erfährst du immer sonntags um 17:30 Uhr in SAT.1 und auf Joyn.

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