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Peter Maria Schnurr: "Den Kandidaten wird keine Komfortzone geboten"

Was erwartet den Zuschauer bei "Top Chef Germany"?

Diese Show ist besonders – für anspruchsvolle Dinge bin ich immer zu haben. Seit dem Start der Dreharbeiten wurde ich darin bestätigt und bin froh, dass ich dabei bin. Den Kandidaten wird keine Komfortzone geboten. Es geht wirklich ums Eingemachte und dadurch entstehen Emotionen, Hektik und Stress, wunderschönes Futter für die Kamera. Für mich steht das Fachliche jedoch im Vordergrund.

Eine Jury – drei Experten – drei Meinungen?

Ja, das finde ich auch wichtig. Von einer seriösen Jury erwarte ich auch, dass man bei seiner Meinung bleibt und sich nicht bequatschen lässt. Das ist Jury, das ist Fairness. Ich bin kein Nachplapperer, ich habe eine Meinung und ich mache meinen Beruf seit dreißig Jahren.

Wie sind Sie selbst zum Kochen gekommen?

Über Umwege: Zuerst habe ich mich ein bisschen von meinen Eltern beeinflussen lassen, die sich einen klassischen, sicheren Beruf für mich gewünscht haben. Das war ja auch ein gut gemeinter Rat, aber ich habe schnell gemerkt, dass das Leben am Schreibtisch nichts für mich ist. Deshalb habe ich dann mit 20 meine Ausbildung angefangen, was relativ spät für einen Koch ist. Das war jedoch nie ein Nachteil für mich, weil ich durch meine Reife genau wusste, was ich wollte. Während der Ausbildung habe ich schon in diesen großen Magazinen geblättert, wo Witzigmann und die ganzen Kochhelden drin waren. Ich habe damals schon gemerkt, dass wir Künstler sind! So habe ich mich eigentlich immer gesehen, als Künstler und als Handwerker.

Sehen Sie bei den zwölf Kandidaten qualitative Unterschiede oder ist das eher eine Produkt-/Aufgabenfrage?

Die Herausforderung für alle ist die Tagesaufgabe. Es wird keiner kommen, der nicht motiviert ist. Die Kandidaten werden auch die Müdigkeit irgendwann ausblenden. Es geht um etwas, alle wollen den Titel „Top Chef Germany 2019“. Mit dem Motto "Dabei sein ist alles" sollte man gar nicht herkommen. Körpersprache ist ein ganz klarer Punkt für mich, um zu sehen, wie belastbar jemand ist.

Ihr Markenzeichen ist die rote Jogginghose. Seit wann gibt’s die? Können Sie in der besser kochen als in anderen Hosen?

Die rote Jogginghose ist seit zehn Jahren mein Markenzeichen. Natürlich kann ich darin nicht besser kochen, aber sie ist einfach bequemer. Wir haben einen anstrengenden Job, der viele Zeit in Anspruch nimmt, da kann ich es mir doch auch gemütlich machen. Ich bin kein ängstliches Kerlchen, deshalb ist die Hose rot und nicht asphaltgrau.

Peter Maria Schnurr über.... in drei Worten:

Eckart Witzigmann: Legende, Perfektionismus, Kompromisslosigkeit

Alexandra Kilian: charmant, eloquent, Kosmopolitin

Peter Maria Schnurr: Unikat, zielstrebig, zuverlässig