Folge 3 von Top Chef Germany: Die erste Challenge

Für manche mag es simpel klingen - die erste Challenge dreht sich rund um Salat, jedoch sind die Kandidaten alles andere als begeistert. Sie sind zwar frei in der Interpretation, aber die Profiköche wissen, dass sie etwas Besonderes zaubern müssen - ein Gedanke, der manchen Angst macht. Denn Jurorin Alexandra Kilian macht klar, was sie erwartet: Der Salat soll knackig, frisch, leicht und spielerisch sein. Vor allem gespannt ist sie auf die Vinaigretten der Kandidaten; diese müssen gut abgeschmeckt sein.

Die Zeit läuft. In 60 Minuten müssen die Köche ihre Salatkreation anrichten. Alle stürmen los und schnell werden die Ellbogen ausgefahren. Annette schnappt sich einen großen Teil des Ziegenkäses, der den Spitzenköchen zur Verfügung steht. Das kommt nicht bei jedem gut an. Vor allem bei Christian stößt dieses Verhalten sauer auf. Er selbst benötigt für seine Komposition auch etwas von dem Käse. Nach einem kurzen Wortwechsel gesteht ihm Annette einen Anteil zu - aber die Spannung zwischen ihnen sind deutlich spürbar. Bei dem Preis, der dem Gewinner der ersten Challenge winkt, sind solche Rivalitäten aber nicht verwunderlich: Derjenige, der der Jury zufolge die beste Salatkreation anrichtet, zieht gleich in Folge 4 ein und erhält somit Immunität.

Lob und harte Worte für die Kandidaten

Drei Salate kommen besonders gut an: Annettes Kreation wird als “Fest der Texturen” bezeichnet. Christians Salat ist “geschmacklich top’” und Alexandra würde am liebsten einen “Kübel” seiner Vinaigrette mit auf ihr Hotelzimmer nehmen. Ein besonderes Highlight für die Juroren ist die Kreation von Franz-Josef. Mit seinem mediterranen Meeresfrüchtesalat spricht er fast alle Sinne an: Das Gericht riecht lecker und ist “ein Fest für die Augen und für den Gaumen”, wie Alexandra erklärt. Die drei Richter fühlen sich ans Meer und in den Urlaub versetzt - kann es ein größeres Lob von den drei Experten geben?

Aber die Jury hat nicht nur Lob für die Köche übrig. Peter Maria Schnurr vergleicht Serkans Gericht mit einem Wirtshaus-Salat. Ein Urteil, das bei Serkan nicht gut ankommt. Auf ihn wirken die Worte abwertend. Auch die Kritik von Alexandra Kilian und Eckart Witzigmann, dass Serkans Teller zu unruhig sei und dass die Proportionen darauf nicht stimmten, machen ihn wütend. Er “kam sich echt verarscht vor”, erklärt er aufgebracht. Auch Tom muss bei den Worten von Peter Schnurr schlucken: Sein Essen sei zu brav. Ein Urteil, das der Koch nicht nachvollziehen kann. Eckart Witzigmann findet den Teller zu modern angerichtet - für Tom kein Kritikpunkt, da es eigentlich um den Geschmack gehen sollte.

Steffen muss ebenfalls negative Worte einstecken: Die Jury hat viele Kritikpunkte. Am gravierendsten ist wohl aber die Tatsache, dass laut den Juroren Steffen leicht am Thema vorbei gekocht hat. Als nächstes stellt Hou ihre Kreation vor: eine Suppe aus Salat. Die Juroren finden ihre Gerichte zwar lecker, aber sie hat mit so viel Mut zur Innovation schlichtweg das Thema verfehlt. Eine Tatsache, die Hou einsieht.

Der Sieger zieht automatisch in Folge 4 von Top Chef Germany ein

Mit seiner Variante konnte Franz-Josef die Juroren unter Eckart Witzigmann überzeugen. Er ist automatisch eine Runde weiter und sichert sich Immunität. Seine Mitstreiter müssen sich nun in der nächsten Challenge messen. Davor werden aber die Teams gewählt. Annette und Christian, deren Salate besser bewertet wurden als die ihrer Konkurrenten sind die Chefs und müssen sich nun ihre Teams zusammenstellen.

In der nächsten Challenge gehen folgende Teams ins Rennen:

  1. Team Gelb: Annette, Tom, Sven, Hou
  2. Team Orange: Christian, Serkan, Steffen, Bernhard

Challenge 2: Die Kandidaten müssen backen

Auch die zweite Aufgabe hat es in sich. Die Köche müssen moderne Sweets ohne weißen Industriezucker zaubern. Dazu haben sie 2,5 Stunden Zeit - da zählt jede Sekunde, denn es gilt nicht nur 25 Kinder aus Berlin zu überzeugen, die von allen Desserts kosten, sondern auch die Patin für diese Aufgabe: Cynthia Barcomi. Cynthia stimmt aus den USA und ist als Köchin, Konditorin und Kochbuchautorin bekannt. Neben der Aufgabe kommt aber ein weiteres Highlight dazu. Die Spitzenköche müssen im berliner Olympiastadion backen - eine Location, die unter den Kandidaten für großen Eindruck sorgt.

Die Teams machen sich sofort ans Werk. Die Team-Chefs verteilen Aufgaben und es wird gerührt, geschnitten und gebacken. Während Christian, der Leiter von Team Orange, eher auf ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe baut, fällt Annette durch einen eher forschen Führungsstil auf. Sie gibt Kommandos und Befehle, die ihren Mitstreiter Tom gar an das Militär erinnern. Vor allem Hou ist ein Opfer von Annettes direkten Ansagen. Die Chefin von Team Gelb beobachtet sie scheinbar mit Argusaugen und scheint ihr nichts zuzutrauen. Aber Hou fügt sich, Annette ist die Chefin und es wird gemacht, was sie sagt. Aber erringt Team Gelb so den Sieg?

Die Jury entscheidet:

  • Die Kinder waren von den Sweets von Team Gelb begeistert
  • Peter wählt Team Orange
  • Alexandra schließt sich den Kindern an und wählt Gelb
  • Eckart Witzigmann entscheidet sich für Orange

Und somit ist klar: Christians Team ist komplett eine Runde bei Top Chef Germany weiter. Team Gelb muss in der Witzigmann-Challenge antreten, um zu entscheiden, wer die Show in Folge 3 verlassen muss. Zuvor bekommt Christian aber noch eine Bürde auferlegt: Von Team Gelb muss - oder darf - er eine oder einen auswählen, die oder der es seiner Meinung nach verdient hätte, weiter zu kommen. Schnell und aus dem Bauch heraus entscheidet sich Christian für Tom und so kann auch dieser sich auf die nächste Runde freuen.

Drei Köche in der Witzigmann-Challenge

Annette, Hou und Sven müssen in der Witzigmann-Challenge antreten. Die Aufgabe: Sie müssen in 40 Minuten ein Risotto mit Frühlingsgemüse kochen. Sven und Hou sprinten sofort los. Die Kandidaten, die bereits eine Runde weiter sind, können über einen Fernseher zuschauen - und die werden stutzig: Annette schreitet gemächlich zu den Zutaten, von Eile und Kampfgeist keine Spur. Spätestens im Gespräch mit Moderator Daniel Boschmann wird klar: Sie leidet unter der Niederlage ihres Teams und sieht als Chefin die Verantwortung bei sich. Sie will nicht kochen, sondern dass die anderen weiter kommen.

Hou und Sven können ihre Einstellung nicht nachvollziehen. Sie sprechen ihr gut zu, wollen sie motivieren, trotzdem weiter ihr Bestes zu geben. Denn so wollen die beiden nicht gewinnen. Sie möchten keinen Sieg geschenkt, sondern ihn verdienen. Beide leiden unter der Situation. Sie sind abgelenkt und können sich nicht voll und ganz auf ihre eigenen Gerichte konzentrieren. Annette gibt nach und kocht halbherzig ihr Risotto. Auch die anderen Köche, die schon weiter sind, sind etwas ratlos.

Hou muss Top Chef Germany verlassen

Schließlich präsentieren die drei nach 40 Minuten ihre Teller und die Jury muss sich entscheiden, wer das schlechteste Risotto gekocht hat und somit ausscheidet. Sven und Annette kommen weiter, Hou muss Top Chef Germany verlassen.

Aber: Sie hat noch eine Möglichkeit, um ins Finale zu kommen. Bei dem Online-Spinoff Top Chef Germany - Die letzte Chance kann sie gegen Johannes antreten, um sich ein Ticket zu erkochen. Vor Peter Maria Schnurr geht es darum, die Kartoffel in drei Interpretationen anzurichten. Kann sie Johannes schlagen?

Top Chef Germany läuft jeden Mittwoch um 20:15 Uhr in Sat.1.