Total gesund! Mit Britt und Dr. Kurscheid

Care-Cut

Ist der „Care Cut“ für unsere Haare besser als ein Haarschnitt mit normaler Schere? Der neue „Care Cut“ verspricht Frauen schöne und gesunde lange Haare bis in die Spitzen. Dank heißer Schere sollen die Haarenden versiegelt sein und somit Spliss verhindern. Kann das sein? Und wie sieht es mit unseren alltäglichen Stylingprodukten aus? Was ist Fluch, was ist Segen für meine Haare?

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© Milan Markovic

Glätteisen/Lockenstab:

Sowohl Glätteisen als auch Lockenstab entziehen den Haaren durch die Hitze seine Feuchtigkeit; sie trocknen aus. Dazu kommt der mechanische Reiz, der die Haare bricht. Ein Hitzeschutz ist dringend zu empfehlen. Wer gar nicht auf das Glätten verzichten kann, sollte beim Einkauf berücksichtigen: Anfänger sollten als Beschichtung eine Keramikplatte wählen. Dabei verteilt sich die Wärme gleichmäßiger und das Haar wird nicht so stark angegriffen. Fortgeschrittene können eine Turmalin-Beschichtung wählen. Das macht die Haare glatter, glänzender und verhindert Friss. Für absolute Profis empfiehlt sich dann eine Titan-Beschichtung. Titan wird schneller heiß - glättet damit aber auch besser. Allerdings: Getrödelt werden darf damit nicht!

Wildschweinborsten/Stahlborsten

Jens Dagné, Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland, erklärt:  Wer sehr feines und empfindliches Haar hat, sollte in eine Pflegebürste mit Naturborsten investieren. Naturhaarbürsten sind meistens aus Wildschweinborsten gefertigt. Diese Bürsten haben genau die Weichheit und Festigkeit, die unsere Kopfhaut bei zartem Haar braucht, liegen mit 80 Euro aber im oberen Preissegment. Stahlborsten zerstören besonders lange Haare. Sie zerreißen das Haar förmlich durch ihre scharfen Kanten.

Haargummis

Friseurmeisterin Sabrina Beppler vom Friseursalon "Thieme Intercoiffeur" in Darmstadt: Ganz schlecht sind die Haargummis mit einer Metallverbindung, denn sie rauen die Haare stark auf. Als Alternative rät sie zu dicken, fluffigen Haargummis.

Invisibobble

Dr. Liebich, Hautarzt aus München urteilt: Jedes Haargummi reißt beim Entfernen Haare mit aus. Die Invisibobbles sollen allerdings keinen Abdruck im Haar hinterlassen, und in diesem Zuge zumindest vor Haarbruch schützen.

Haarklammer:

Auch durch die Haarklammer wird unsanfter, mechanischer Reiz auf die Haare ausgeübt, oft an ein und derselben Stelle. Werden die Haare auch noch an den Enden geklammert, erwischt es sie an ihrer empfindlichsten Stelle.

Föhn:

Ein heißer Föhn - bei nassem Haar macht das noch nicht so viel aus, da es sich nur schwer aufheizt. Je trockener das Haar beim Föhnen jedoch wird, desto kälter sollte die Föhntemperatur gewählt werden. Die heiße Luft lässt die Feuchtigkeit im Haar nämlich verdunsten und trocknet die Hornschicht damit aus. Durch zu hohe Temperaturen werden außerdem die Talkdrüsen angeregt. Zu heiß geföhntes Haar fettet daher schneller nach. Wer es eilig hat, sollte statt einer hohen Temperatur lieber eine höhere Gebläsestufe wählen. Der stärkere Wind lässt die Haare ebenfalls schnell trocknen, schadet ihnen aber nicht so sehr wie Hitze. Wichtig ist, den Föhn nicht zu nah an den Kopf zu halten – das verringert automatisch die Temperatur und schont die Kopfhaut.

Ionentechnologie – wirksam?

Ein Ionenföhn gibt negativ geladene Teilchen in den Luftstrom ab. Diese sollen gegen eine elektrostatische Ladung der Haare wirken, sich schützend um das feuchte Haar legen und Wassertropfen aufspalten. Dadurch versprechen die Geräte schnelleres Trocknen, mehr Volumen, Glanz und Weichheit. Stiftung Warentest bemängelt allerdings: Im Test gab es keine größeren Unterschiede zwischen Haartrocknern mit und ohne Ionenfunktion. Für Testerinnen mit glattem, feinem Haar war die Technik sogar eher schlecht. Sie monierten, ihre Haare lägen nach dem Föhnen platt am Kopf an.

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