Total gesund! Mit Britt und Dr. Kurscheid

So lagern Sie Obst und Gemüse richtig

Je länger Obst und Gemüse rumliegt, desto mehr wichtige Nährstoffe gehen verloren. Mit der richtigen Lagerung bleiben Obst und Gemüse länger frisch und die Vitamine optimal erhalten. Wir verraten Ihnen, wie Sie Obst und Gemüse richtig lagern.

obstundgemuese

Die Lagerung von Obst und Gemüse ist entscheidend

Paprika kommt ursprünglich aus Mittelamerika und fühlt sich wahrscheinlich deshalb bei wärmeren Temperaturen wohler als bei kühlen. Eine von uns in einem Labor in Auftrag gegebene Stichprobe hat gezeigt, dass Paprika nach sieben Tagen im Kühlschrank einen Vitaminverlust von fünf Prozent aufweist im Vergleich zu dem Wert am Tag des Einkaufs. Hingegen gewinnt die sieben Tage alte Paprika, die bei Zimmertemperatur gelagert wurde, überraschende 38 Prozent an Vitamin C hinzu. Werfen Sie also schrumpelige Paprika das nächste Mal nicht gleich weg, sondern verkochen Sie sie einfach und nutzen Sie unbedingt den Sud. Denn gerade hier stecken die wertvollen Vitamine.

Im Gegensatz zur Paprika fühlt sich der bei uns heimische Apfel in kälteren Gebieten wohl. Deshalb steigert er wohl sein Vitamin-C-Gehalt um 46 Prozent, wenn er im Kühlschrank gelagert wird. Bei Zimmertemperatur hingegen verliert der Apfel in unserem Labortest 26 Prozent an Vitamin C. Bewahren Sie also Äpfel am besten im kühlen Keller oder alternativ im Kühlschrank auf. Halten Sie aber Äpfel unbedingt von anderem Obst und Gemüse getrennt. Denn Äpfel setzen das Gas Ethylen frei und dieses beschleunigt den Reifungsprozess von benachbartem Obst oder Gemüse.

Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren sollten am besten schnell verzehrt werden oder kühl im Gemüsefach aufbewahrt werden. Hier können sie sich bis zu fünf Tage halten. Ungekühlt halten sie maximal zwei Tage. Die Beeren sollten sich möglichst nicht berühren, weil sich Schimmelsporen sonst schneller übertragen. Eingefroren bleibt das Vitamin C bei den meisten Beerensorten gut erhalten.

Blattgemüse und Salate können sich im Kühlschrank bis zu fünf Tage halten. Bedecken Sie das Grünzeug mit einem feuchten Küchenpapier, bevor Sie es in einer Schale oder Frischhaltefolie ins Gemüsefach stellen.

Tomaten, Zucchini und Kartoffeln gehören auf keinen Fall in den Kühlschrank, denn hier können sie einen Kälteschock erleiden. Aromaverlust und unschöne Flecken sind die Folge. Sie sollten besser getrennt von anderem Gemüse und Obst aufbewahrt werden. Am besten halten sich Tomaten bei Zimmertemperatur an einem luftigen und schattigen Ort. Reife Tomaten bleiben so bis zu fünf Tage frisch und genießbar. Aber Vorsicht bei unreifen Tomaten und Kartoffeln: Diese sollten Sie auf keinen Fall essen und zunächst nachreifen lassen, weil sie giftiges Solanin enthalten können.

Wurzelgemüse wie Karotten, Rote Bete oder Rüben können ihre Vitamine optimal im Gemüsefach des Kühlschranks entfalten und halten rund eine Woche.

Zwiebeln, Knoblauch und Lauch sollten lichtgeschützt, trocken und kühl gelagert werden. Am besten im Keller oder in der Speisekammer.

Spezielle Faustregel

Generell gilt als Faustregel: Tropische Früchte wie Bananen, Ananas und Co. sollten bei Zimmertemperatur gelagert werden, weil das eher ihrem Ursprungsklima entspricht. Heimische Früchte wie Äpfel oder Birnen gehören in den Kühlschrank oder in den Keller, um lange haltbar und nahrhaft zu bleiben.

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