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300 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr

Weltweit werden 300 Millionen Tonnen Plastik jährlich produziert, davon aber nur ein Bruchteil recycelt. Nahezu jedes Produkt im Supermarkt ist komplett oder zumindest teilweise mit Plastik verpackt - Aufschnitt, Brot, Toilettenpapier oder auch Kosmetika.  Dem Plastik aus dem Weg zu gehen, scheint also kompliziert zu sein. Moderatorin Vera Int-Veen hat den Selbsttest gemacht und versucht eine Woche auf Plastik zu verzichten! 

Vera Int-Veen im Selbsttest

Wer mal aktiv drauf achtet, der wird schnell feststellen: ein Großteil unserer Luxusgüter und Dinge des alltäglichen Lebens bestehen aus Plastik. Praktisch? Vielleicht! Glasverpackungen sind schließlich schwerer als Kunststoff. Gesund? Eher nicht, denn Plastik wird aus Erdöl hergestellt. Zusätzlich werden Füllstoffe, Stabilisatoren und Weichmacher beigemischt, die Krebs verursachen können. Vor allem in Wickelunterlagen, Kinderspielzeug, Kleidung oder Schuhen sind häufig Weichmacher enthalten. Diese Schadstoffe können sich im Körper anreichern – mit schlimmen Folgen für die Gesundheit. Und obwohl Wissenschaftler immer wieder vor den Gesundheitsgefahren, angefangen bei Allergien über Unfruchtbarkeit bis hin zu Herzerkrankungen, warnen, nutzen wir die meist praktischen Verpackung weiter. Denn trotz hohen gesundheitlichen Risikos gibt es kaum Alternativen. Plastik ist in unseren Haushalten überall. Außerdem ist Mikroplastik in Kosmetikartikeln wie Duschgel, Zahnpasta oder Lippenstift.

Mit der "ToxFox-App" Schadstoffe checken

Wer unterwegs mit dem Smartphone checken will, ob ein Produkt Schadstoffe enthält, für den hat der "Bund für Umwelt und Naturschutz" die "ToxFox"-App entwickelt.

Die zeigt nämlich alle gespeicherten Infos zu hormonellen Schadstoffen an – besonders hilfreich, wenn es um Kinderspielzeug geht. Denn anders als bei Kosmetikprodukten gibt es hier noch keine gesetzliche Deklarationspflicht und deshalb keine öffentlich zugänglichen Informationen. Hilfreich ist die App aber trotzdem: Wenn für möglichst viele Produkte die Giftfrage gestellt wird, erweitert sich automatisch die Datenbank für Alltagsprodukte und die Transparenz steigt! 

Ob Vera am Projekt Plastik scheitert oder ob sie Wege findet die schädlichen Verpackungen zu umgehen, das zeigt folgender Beitrag!

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