Antitranspirantien

Als Roller, Stick, Creme, oder Aerosol rezeptfrei erhältlich, verkleben diese Präparate durch einen hohen Anteil an Aluminiumsalzen die Schweißdrüsen unter den Achseln. Die Behandlung erfolgt in der ersten Woche täglich, dann einmal wöchentlich bis ein dauerhafter Effekt erzielt worden ist. Antitranspirantien werden vor dem Schlafengehen aufgetragen, da der Köper nachts am wenigsten schwitzt und das Mittel länger einwirken kann. Hochdosiertes Aluminium in Kosmetika, sowie in Lebensmittelverpackungen steht seit längerem unter Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Verbraucher sollten dies bei der Wahl ihrer Therapie berücksichtigen.

Zitrone

Einst ein klassisches Hausmittel, setzen mittlerweile verschiedene Deodorants statt auf Aluminium auf die Wirkkraft der Zitrone. Sie wirkt geruchsneutralisierend und verengt die Schweißporen. Einfach eine Zitrone halbieren und auf die betroffenen Stellen reiben.

Tomaten-Vollbad

Auf eine volle Badewanne kommen 3 Liter Tomatensaft. Während des 15minütigen Bades sorgen die Antioxidantien der Tomate für eine Verengung der Schweißdrüsen. Eine kleine Ruhephase nach dem Bad verlängert den Effekt.

Massage

Hinter dem Ohrläppchen am Schädel befindet sich beidseitig ein Akupressurpunkt, der bei kreisender Massage das Schwitzen regulieren soll.

Körperbehaarung

Je dichter die Behaarung, desto wohler fühlen sich die Bakterien, die für die unangenehme Geruchsentwicklung beim Schwitzen verantwortlich sind. Eine glatte Rasur an den betroffenen Stellen ist eine gute Vorbeugungsmaßnahme gegen Schweißgeruch.

Backpulver

Backpulver nimmt Feuchtigkeit auf und neutralisiert unangenehme Gerüche und senkt den pH-Wert der Haut.

Teeaufgüsse

Abgekühlter Salbeitee als innere Behandlung und Eichenrindentee zur äußeren Behandlung (zb Waschen) helfen das Schwitzen zu regulieren.

(Leitungswasser-)Iontophorese

Das Schwachstrombad soll das Schwitzen an Händen und Füßen bessern. Während der ersten beiden Wochen wird täglich ein 15minütiges Bad empfohlen, danach einmal wöchentlich.

Sport/Sauna

Regelmäßiger Sport sowie Saunagänge fördern ein kontrolliertes Schwitzen und dadurch eine allgemeine Regulierung der Schweißproduktion.

Ernährung/Genussmittel

Rauchen, Kaffee und Alkohol sollten weitestgehend vermieden werden. Auch zu viel Salz, Fleisch, Wurstwaren und scharfe Gewürze kurbeln die Schweißproduktion an.

Medizinische Eingriffe bei besonders starkem Schwitzen

  • Botunilumtoxin-A (Botox): Eine gängige Behandlung, bei der die Haut um die Achselhöhlen herum an 30 Stellen mit dem Nervengift injiziert wird. Durch eine lahmgelegte Impulsübertragung zwischen Nerven und Schweißdrüsen vermindert sich die Schweißproduktion. Der Effekt hält 3-12 Monate an.
  • Saugkürettage - Schweißdrüsen absaugen: Dies ist ein operativer Eingriff, bei dem die Schweißdrüsen durchtrennt und abgesaugt werden. Da der Körper keine Schweißdrüsen nachbildet, ist der Effekt dauerhaft. Ein verstärktes Schwitzen an anderen Bereichen tritt nicht auf.
  • Mikrowellen: Bei dieser Behandlung erhitzen Mikrowellen die Schweißdrüsen so stark, dass diese zerstört werden. Diese Therapie ist noch relativ neu, ein erstes Gerät hat die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) 2011 zugelassen.

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