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Feuerdorn: Giftiger Hingucker

Feuerdorn pflanzen und pflegen – als Strauch oder Hecke

Sie möchten eine farbige Hecke? Dann ist Feuerdorn eine gute Wahl, denn der Strauch sieht aus, wie er heißt: feuerrot. Doch nicht nur als Hecke eignet sich die Pflanze. Wie vielseitig das Fruchtschmuckgehölz ist und was es beim Pflanzen und Pflegen zu beachten gilt – der SAT.1 Ratgeber klärt auf.

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© pixabay.com

Feuerdorn als einzelner Strauch oder Hecke

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Manchmal ist der Feuerdorn auch gelb - seine Farbe hängt von der jeweiligen Sorte ab. © pixabay

Sicher haben Sie schon mal vom Feuerdorn gehört – dabei handelt es sich nämlich um einen Strauch aus der Familie der Rosengewächse. Seinen Namen hat er nicht von ungefähr, denn tatsächlich hat er dornige Zweige und im Herbst feuerrote Früchte. Nicht selten sind diese auch gelb, denn es gibt verschiedene Sorten. Zu Beginn des Sommers, in der Blütezeit von Mai bis Juni, erfreut die Pflanze zudem mit weißen, duftenden Blüten.

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Schön dicht und farbenfroh eignet sich der Feuerdorn auch als Hecke für den Garten. © pixabay

Sein entscheidendes Merkmal, abgesehen von seiner auffälligen Farbe: Er ist immergrün. Aber auch in puncto Größe kann sich der Feuerdorn sehen lassen: Mit bis zu vier Metern Höhenwuchs eignet sich der Strauch besonders als Teil der Hecke. Aber auch im Kübel und freistehend sieht man ihn in dem einen oder anderen Garten.

Tipps zu Standort und Pflanzung

Für welche Nutzungsmöglichkeit Sie sich auch entscheiden, grundsätzlich gilt: Pflanzen Sie Ihren Feuerdorn am besten gegen Ende oder zu Beginn des Jahres – also zwischen Oktober und März, allerdings nicht unbedingt bei eisigen Temperaturen, Schnee und Frost. Achten Sie außerdem auf einen ausreichenden Pflanzabstand – dieser sollte mindestens 60 Zentimeter betragen, damit die Sträucher genügend Platz zum Wachsen haben.

Bleibt noch die Frage nach dem geeigneten Standort, denn darum sollten Sie sich unbedingt Gedanken machen, bevor Sie Feuerdorn pflanzen. Zwar ist der Strauch diesbezüglich nicht sehr anspruchsvoll, allerdings sind Enge und Nässe ein echter Killer für ihn. Sonnige oder halbschattige Standorte mit einem lockeren, humosen und schwach saurem Boden sind hingegen optimal.

Düngen und schneiden: Die richtige Pflege für den Feuerdorn

Ist der Standort gut gewählt, ist die Pflege des Feuerdorns nicht sehr aufwendig. Im Frühling fördert eine Stickstoffzugabe in Form von Dünger die Bildung von Blüten und Früchten – hierfür können Sie sowohl Kompost  als auch organischen Dünger verwenden. Übrigens: Die Füße hochlegen und chillen – mit einem Feuerdorn im Garten gar kein Problem, denn regelmäßiges Gießen ist gar nicht notwendig, da der Strauch recht trockenresistent ist. Ist es im Sommer allerdings sehr heiß und trocken, freut auch der Feuerdorn über regelmäßiges Gießen.

Damit Ihre Pflanze nicht irgendwann unschön zu allen Seiten absteht, müssen Sie den Feuerdorn auch ab und zu zurückschneiden – am besten im Juli oder August. Dabei handelt es sich aber lediglich um einen Formschnitt. Durch diesen verzweigt sich Ihre immergrüne Hecke oder der einzelne Strauch schon bald und wird schön dicht. Tipp: Nur mit einer scharfen Gartenschere zu Werke gehen und diese möglichst parallel zur Pflanze halten, sodass keine hässlichen Löcher entstehen. Damit sie außerdem viel Licht bekommt, ist ein Abrunden der Ecken nützlich, denn so dringt auch genügend Helligkeit ins Innere. Verzichten Sie außerdem auf einen Schnitt in der Mittagssonne, sodass noch junge Blätter nicht verbrennen.

Tipps für den Winter

Damit die Früchte des Feuerdorns Tieren im Winter als Nahrung dienen, sollte der Strauch ab September nicht mehr geschnitten werden. Handelt es sich bei Ihrer Pflanze zudem um eine Sorte, die winterhart ist, müssen Sie vor den kalten Monaten keine speziellen Vorkehrungen treffen, denn Kälte und Frost hält diese in der Regel gut aus.

Anders sieht es bei Kübelpflanzen aus, die niedrige Temperaturen weniger gut vertragen. Stellen Sie diese daher am besten draußen an eine geschützte Stelle – zum Beispiel an eine Mauer oder Hauswand – und umwickeln Sie den Topf mit einem Jutesack oder Luftfolie. Auf der Erde verteilen Sie zudem etwas Herbstlaub, um die Wurzeln zu schützen. Allerdings sollte noch erkennbar sein, ob die Pflanze Wasser braucht. Viel braucht sie im Winter zwar nicht, bei langer Trockenheit jedoch schon. Ganz wichtig: Staunässe  vermeiden.

Für Familien mit Kindern ist Feuerdorn übrigens nicht die geeignete Gartenpflanze, denn die Beeren sind leicht giftig – und Kinder stecken sich bekanntlich alles in den Mund, was essbar aussieht. Vergiftungen und Magen-Darm-Probleme können die Folge sein. Weitere Tipps für einen kindgerechten Garten, hier .

Feuerdorn vermehren: So geht’s

Gefällt Ihnen Ihr Feuerdorn gut, können Sie diesen auch ganz einfach vermehren, statt sich einen zweiten zu kaufen. Für den farbenfrohen Nachwuchs einfach im Frühjahr oder frühen Sommer etwa 15 Zentimeter lange Stecklinge abschneiden – aber bitte nicht irgendwelche. Schneiden Sie diese am besten von schon verholzten Triebspitzen ab. Entfernen Sie dann alle Blätter vom Trieb, bis auf zwei/drei Blattpaare, und stecken Sie diesen dann einfach an einem geeigneten Ort in den Boden. Gießen aber nicht vergessen.

Fazit: Rot wie Feuer, immergrün und pflegeleicht – mit diesen optischen Merkmalen und Eigenschaften punktet der Feuerdorn bei Gartenfreunden, als einzelner Strauch, aber als auch Hecke. Das einzige, was an Gartenarbeit auf Sie zukommt, ist ein gelegentlicher Formschnitt, gelegentliches Düngen und Wässern an heißen Tagen.

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