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Glyx-Diät: Abnehmen mit Glücks-Gefühl?

Glyx-Diät: Erfahrungen und mehr

Immer mehr Abnehmwillige schwören auf die Glyx-Diät. Doch was steckt eigentlich hinter der Bezeichnung, mit der Sie bei jedem Scrabble-Spiel ordentlich punkten würden? Und vor allem: Lohnt es sich, Erfahrungen damit zu sammeln? Der SAT.1 Ratgeber hilft weiter. 

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Mit Obst glücklich abnehmen? Das zumindest verspricht die Glyx-Diät. © Pixabay

Was ist Glyx?

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Wer mit der Glyx-Diät die Pfunde purzeln lassen möchte, muss sich an eine strenge Anleitung halten. © Pixabay

Der Begriff Glyx leitet sich vom sogenannten glykämischen Index, kurz GI, ab. Dieser ist eine Maßeinheit, nach der bestimmt wird, wie stark der Blutzucker nach dem Verzehr eines bestimmten zuckerhaltigen Nahrungsmittels ansteigt. Je höher der Wert ist, desto mehr steigt der Blutzuckerspiegel an. Kohlenhydratreiche Lebensmittel, die zu einem schnellen Blutzuckeranstieg führen, besitzen aber nicht immer auch einen hohen glykämischen Index. Fällt der Blutzuckerspiegel nämlich nach dem schnellen hohen Anstieg gleich wieder ab, kann der Index trotz des kurzzeitig hohen Blutzuckerspiegels gering sein.

Das angebliche Glücks-Prinzip

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Nur gucken, nicht essen! Schokoladenaufstrich auf Weißbrot ist in der Glyx-Diät leider absolut tabu. © Pixabay

Ursprünglich wurde der Glykämische Index von Ärzten eingeführt, um den Blutzuckerhaushalt bei Diabetikern besser kontrollieren zu können. Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass Abnehmwillige mithilfe einer Glyx-Diät-Tabelle auch Gewicht verlieren können. Wie das funktionieren soll? Ganz einfach: Lebensmittel mit einem hohen GI lassen den Blutzucker ansteigen, sodass mehr Insulin ausgeschüttet wird. Dieses speichert nicht nur Fett, sondern sorgt auch für Heißhunger. Das bedeutet im Umkehrschluss: Ein niedriger glykämischer Index kann fürs Abnehmen förderlich sein – so jedenfalls die Theorie.

Die Glyx-Tabelle

Blutzucker steigt am schnellsten durch reinen Traubenzucker, daher wird dieser in Glyx-Tabellen als Maßstab genommen – ihm wird der Wert 100 zugewiesen, der höchste GI-Wert. Einen hohen glykämischen Index haben Lebensmittel mit einem Wert zwischen 71 bis 100. Darunter fallen beispielsweise zuckerhaltiger Kuchen, gebackene Kartoffeln oder Weißbrot. Von einem mittleren GI spricht man bei einem Wert von 70 bis 51, so viel wie zum Beispiel Nudeln oder Couscous haben. Obst und Gemüse weisen hingegen einen niedrigen GI auf – hier liegt der Wert unter 50. Demzufolge könnte eure Glyx-Diät folgendermaßen aussehen: Apfel, ungesüßter Naturjoghurt und belegtes Schwarzbrot zum Frühstück, Nudeln mit Pasta-Soße zum Mittag und eine kohlenhydratarme Suppe am Abend. Weitere Rezepte hier. Klingt nach einer einfachen Anleitung zum Abnehmen – leider jedoch nur in der Theorie.

Glyx-Diät: Erfahrungen und Kritik

Zwar findet man im Netz zahlreiche Berichte, in der von Erfahrungen mit der Glyx-Diät geschwärmt wird, unumstritten ist sie jedoch nicht. Nach Angaben der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ können Lebensmittel nicht nur isoliert betrachtet werden. So haben Kartoffeln einen hohen GI, werden sie jedoch in Fett gebraten, haben sie laut der Glyx-Tabelle einen niedrigeren Wert, obwohl gerade Pommes Frites ordentlich auf die Hüften schlagen. Da der Blutzucker nicht nur von einem glykämischen Index, sondern auch von anderen Faktoren, wie dem Flüssigkeitsgehalt in Lebensmitteln, beeinflusst wird, seien angebliche Erfolge mit der Glyx-Diät nur eine Illusion. Generell rät die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ auch davon ab, nur aufgrund hoher GI-Werte auf nahrhafte Ernährung wie Kartoffeln oder Reis zu verzichten. Daher lieber auf das alte Patentrezept schwören, um die Pfunde purzeln zu lassen: eine ausgewogene Ernährung, wenig Kalorien und vor allem regelmäßiger Sport. 

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