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Welche Symptome sind typisch, wie erkenne ich Corona-Symptome & wie unterscheiden sie sich von anderen Erkrankungen?

Das Robert Koch Institut betont, dass sich aufgrund der unspezifischen Verläufe keine allgemeingültigen Aussagen zu „typischen“ Krankheitsverläufen machen lassen. Dennoch, laut Aussage des ärztlichen Bereitschaftsdienstes äußert sich die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus durch grippeähnliche Symptome wie trockener Husten, Abgeschlagenheit oder Fieber. Atemprobleme, Schnupfen, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall, Schüttelfrost und Übelkeit können ebenfalls auftreten. Grundsätzlich rät der ärztliche Bereitschaftsdienst aber weiterhin: Wenn Sie nicht in einem Risikogebiet waren, wie zum Beispiel Italien, Tirol oder Madrid, und Sie auch keinen Kontakt zu einer Person hatten, die nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt wurde, weisen Ihre Symptome eher auf eine Grippe oder eine Erkältung hin. Laut der WHO erholen sich Patienten in 80% der Fälle von der Krankheit, ohne dass sie dafür eine besondere Behandlung benötigt hätten. Ca. 1 von 6 Menschen, die sich mit COVID-19 infiziert haben, wird schwer krank und leitet unter Atemproblemen. Besonders betroffen sind ältere Personen (dem Robert Koch Institut zufolge Personen zwischen 50 und 60 Jahren) und Menschen mit Vorerkrankungen wie hohem Blutdruck, Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes. 

Derzeit gibt es keine Daten zur Empfänglichkeit der SARS-CoV-2 Infektion bei Schwangeren. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Schwangere aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen eine erhöhte Empfänglichkeit für eine Infektion durch SARS-CoV-2 haben.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

Wie können Corona-Symptome von anderen Erkrankungen unterschieden werden?

Dem ärztlichen Bereitschaftsdienst zufolge treten folgende Symptome bei COVID-19 auf:

  • Häufig: Fieber und trockener Husten
  • Manchmal: Müdigkeit, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit
  • Selten: Durchfall und Schnupfen

Die Symptomatik bei Grippe und COVID-19 ist in einigen Fällen deckungsgleich. So äußert sich Grippe in:

  • Häufig: Fieber, Müdigkeit, trockener Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen
  • Manchmal: Schnupfen, Halsschmerzen, Durchfall (bei Kindern)

Eine Erkältung wiederum weist bei einigen Symptomen eine andere Intensität als bei COVID-19 auf:

  • Häufig: Niesen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen
  • Wenig: Husten
  • Manchmal: Müdigkeit
  • Fieber: Selten

Quelle: https://www.116117.de/de/coronavirus.php


Welche Tests gibt es und kann ich mich auch zu Hause zuverlässig testen? Welche Tests funktionieren gut? Wie hoch ist die Ausfallquote?

Kann ich mich zu Hause zuverlässig testen lassen?

Für zu Hause gibt es keinen zuverlässigen Schnelltest. Sollten Sie Symptome aufweisen wie Fieber, Kurzatmigkeit und trockenen Husten, wird ein Test vor allem dann durchgeführt, wenn:

  • Sie in den letzten zwei Wochen in Kontakt mit einer bereits positiv getesteten Person waren
  • Sie sich vor Kurzem in einem Risikogebiet (z.B. Madrid, Italien, Iran, in der Provinz Hubei in China) aufgehalten haben
  • Eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • Sie über die Arbeit mit Menschen in Kontakt kommen, die zur Risikogruppe gehören (Krankenhaus oder Altenheim)

Praxen und Testzentren entscheiden darüber, wer bei Verdacht auf das Coronavirus getestet wird. Sollte ein oder mehrere der oben aufgelisteten Punkte auf Sie zutreffen, können Sie wie folgt vorgehen: Wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail (nicht persönlich) an:

  • Ihren Hausarzt
  • Die für Ihre Region zuständige Ställe z.B. das Gesundheitsamt
  • Den ärztlichen Bereitschaftsdienst, erreichbar unter der 116117

Anschließend wird die zuständige Person die nächsten Schritte mit Ihnen besprechen. Sollten Sie beispielsweise bei der 116117 angerufen haben, wird zunächst evaluiert, ob ein Test bei Ihnen notwendig ist. Wenn ja, werden Sie einen Termin erhalten, bei dem Sie sich u.a. im Drive In auf der Theresienwiese in München testen lassen können.

Achtung: Aufgrund der vielen Anrufer kann es zu langen Wartezeiten kommen.

Sollten Sie jetzt schon den Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, ergreifen Sie jetzt schon präventive Maßnahmen:  

  • Vermeiden Sie engen Kontakt (unter 2 Meter) zu ihren Mitmenschen
  • Halten Sie die Händehygiene-Bestimmungen ein
  • Sollten Sie Kontakt zu anderen Menschen haben, tagen Sie einen Mundschutz

Sollten sich bei Ihnen nur leichte Symptome abzeichnen, begeben Sie sich mindestens zwei Wochen in Selbstisolation, bleiben Sie zu Hause, vermeiden Sie engen Körperkontakt, beachten sie die Hygieneregeln und beobachten Sie ihren Gesundheitszustand weiter.

 

Welche Tests gibt es?

Es gibt verschiedene Test, die feststellen können, ob eine Person an dem Virus erkrankt ist. Der gängigste ist der PCR-Test. Er steht für Polymerase Chain Reaction. Jedes Virus besitzt Erbgut in Form von RNA bzw. DNA. Auf diese Weise kann identifiziert und festgestellt werden, ob es Corona ist.

Dafür nehmen Ärzte eine Sekretprobe aus Nase und Rachen. Dort sind bei Infizierten die Viren enthalten. Anschließend wird das Erbgut des Erregers vervielfältigt und mit bekannten Erbgutschnipseln (in diesem Fall mit der DNA von SARS-CoV-2) verglichen. Dieses Verfahren kommt ebenfalls bei einem Vaterschaftstest oder zur Früherkennung von Erbkrankheiten zum Einsatz.

Der Antikörpertest

Wenn der Mensch an einem Virus erkrankt, bildet das Immunsystem Antikörper, die die Abwehr in Gang setzt. Einen solchen Test auf Antikörper bieten inzwischen einige Hersteller an. Dafür wird lediglich eine Blutprobe aus den Fingerspitzen benötigt.

Das Problem: Manche Menschen bilden die ersten Arten von Antikörpern gegen das SARs-CoV-2 einige Tage nach der Infektion, andere erst nach 14 Tagen. Deshalb ist ein solcher Test zu diesem Zeitpunkt noch zu unsicher.

Der Antigentest

Eine weitere Testmöglichkeit wäre der Antikörpertest. Dieser ist aber für Corona noch in der Entwicklung und könnte erst im Frühjahr zur Verfügung stehen. Dieser Test würde die Virusproteine von SARS-CoV-2 direkt nachweisen und wäre damit auch in kleineren Testzentren und Praxen einsetzbar.

Er funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest. In diesem Fall würde aber der Schleim aus dem Rachen und der Nase entnommen werden, statt dem Urin.

 

Welche Tests funktionieren gut?

Der PCR-Test für SARS-CoV-2 ist relativ genau, aber er ist dennoch keine Garantie. Trotz negativem Testergebnis sollten sich Personen mit Symptomen in Quarantäne begeben. Denn es ist möglich, dass ein Test negativ ausfällt, obwohl eine Person bereits infiziert ist, z.B. wenn der Test zu früh durchgeführt wurde. 

Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/coronatests-deutschland-coronavirus-covid-19-who-pandemie#coronatests-pcr-antikoerper-antigen-test-infobox-2-tab


Wie wird es mit der Verbreitung des Virus weitergehen?

Unter anderem die Bundeskanzlerin warnt davor, dass sich 60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland mit dem Virus infizieren werden. Sollte sich diese Annahme bewahrheiten, ist es besonders wichtig, die Vorsichtsmaßnahmen weiterhin zu befolgen. Denn diese dienen vor allem der Verlangsamung des Virus, um das Krankenhaussystem nicht durch eine zu hohe Anzahl von Patienten zu überlasten.

Eine Hoffnung ist, dass die Wärme im Sommer das Virus ein Stück weit eingrenzen kann. Laut dem Virologen John Ziebuhr von der Universität Gießen besteht diese Möglichkeit weiterhin. In einem Interview mit SPIEGEL erklärt er, dass die meisten Atemwegsviren im Sommer deutlich weniger häufig vorkommen. Auch Coronaviren würden auf UV-Strahlen und Hitze empfindlich reagieren. Dennoch sei Vorsicht geboten, so Ziebuhr: Nur weil es weniger Viren gibt, heißt das nicht, dass die Ansteckungsgefahr geringer sei. Ein Großteil der Bevölkerung sei nicht immun und so könne sich immer noch ein relativ großer Anteil infizieren. 

Derzeit müsse man von Tag zu Tag die Entwicklung beobachten und die Maßnahmen entsprechend anpassen und gegebenenfalls lockern.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-wie-sieht-die-zukunft-nach-dem-ausbruch-aus-a-4f1f91c6-eb02-4423-acbf-06fa25987914


Gibt es bereits einen Impfstoff?

Derzeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen das Virus. Aber wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Ansprache vom 20. März 2020 betont, wird weltweit mit Hochdruck nach einem Mittel geforscht. "Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Dennoch ist bei der Entwicklung eines Impfstoffs Vorsicht geboten. Denn trotz der Dringlichkeit müssen weiterhin wissenschaftliche Standards eingehalten werden. Zuvor haben Impfstoffe zu Coronaviren zu durchwachsenen Ergebnissen bei Versuchstieren geführt. Der Virologe Shibo Jiang betont, dass sich der experimentelle Wirkstoff in manchen Fällen als unwirksam erwiesen und bei Tieren das Risiko zu erkranken erhöht habe.

Quelle: https://www.n-tv.de/wissen/Der-Wettlauf-um-den-Corona-Impfstoff-article21654452.html


Wie geht die Entwicklung voran?

Laut der WHO befinden sich aktuell über 40 Impfstoffe, basierend auf u.a. DNA, RNA, Protein Subunit oder Vertor-Impfstoffe, in der Entwicklung. Fast alle sind noch in der prä-klinischen Entwicklungsphase. Mitte März wurde in den USA einer Freiwilligen ein möglicher Impfstoff injiziert. In Seattle soll er bald an 45 Personen zwischen 15 und 55 Jahren getestet werden. Diese Personen werden aus Sicherheitsgründen für ein Jahr beobachtet, um zu prüfen, ob die erhoffte Wirkung auch eintritt. Andere Entwickler haben den Beginn der klinischen Phase 1 Studie für April/Mai angekündigt.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1


Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen übertragen. Das bedeutet, dass eine Infektion erfolgen kann, wenn Tröpfchen, die das Virus enthalten, an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Eine Übertragung durch Schmierinfektionen kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. In diesem Fall müsste eine erkrankte Person z.B. in die Hände niesen und anschließend an eine Türklinke fassen. Die nächste Person, die an die Türklinke fasst und sich anschließend ins Gesicht, z.B. Mund, Nase, Augen greift, kann sich auf diese Weise den Virus einfangen.

Übertragbarkeit über Stuhlproben

Inzwischen sind Fälle bekannt, bei denen die neuartigen Coronaviren auch in Stuhlproben Betroffener gefunden wurden. Ob die Viren auch über den Stuhl übertragen werden können, ist noch nicht abschließend geklärt worden.


Wie steckt man sich mit dem Virus an?

Um mehr darüber zu erfahren, wie man sich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken kann, lesen Sie "Wie wird das Virus übertragen?"


Wie lange überlebt das Virus ohne Wirt? Welche Unterschiede gibt es bei Oberflächen, Temperaturen und anderen Bedingungen?

Das Virus überträgt sich von Mensch zu Mensch in der Regel über Tröpfchen. Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen ist laut dem ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht dokumentiert: "Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Erkrankten gehören, wie beispielsweise importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich." Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung, besagt ein Preprint-Artikel (eine Veröffentlichung, die noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde), dass das neuartige Coronavirus bei Laboruntersuchungen bei starker Kontamination 

  • bis zu drei Stunden als Aerosol
  • bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen
  • bis zu 24 Stunden auf Karton
  • bis zu drei Tagen auf Plastik und Edelstahl

infektiös bleiben kann. 

Quelle: https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Das Robert Koch Institut wiederum stellt eine andere Beobachtung auf: In einer Studie zu SARS-CoV-1, blieb Plastik bis zu sechs Tagen infektiös. Deshalb geht das Robert Koch Institut davon aus, dass aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit von SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2, bei SARS-CoV-2 eine ähnliche Tenazität zu erwarten ist.

Zur Inaktivierung wären aber Flächendesinfektionsmittel mit begrenzt viruzider Wirksamkeit geeignet.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText21 

Welche Unterschiede gibt es bei Temperaturen?

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge liegen für SARS-CoV-2 noch keine spezifischen Daten vor. Über die biologischen Eigenschaften des Virus kann jedoch gesagt werden, dass es sich hierbei um behüllte Viren handelt. Diese sind generell instabiler als unbehüllte Viren. So können Fettlöser wie Spülmittel und Seife die Hülle angreifen. „[Es] ist hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn [z.B.] im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Mehr dazu hier:

Quelle: https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html