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Prinz Harry (35) und Prinz William (37) haben scharfe Kritik am Bericht einer britischen Zeitung über ihr Verhältnis zueinander geübt. In einer Stellungnahme schrieben die Royals am Montag: "Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit sorgen, ist der Gebrauch von aufrührerischer Sprache auf diese Weise beleidigend und potenziell schädlich."

In der Mitteilung wurde der Name der Zeitung nicht genannt. Ein Sprecher des Buckingham-Palastes teilte der Deutschen Presse-Agentur aber auf Anfrage mit, dass es sich um die "Times" handele. Die Zeitung hatte in ihrer Montagsausgabe behauptet, dass sich Prinz Harry und Herzogin Meghan von William schikaniert fühlten.

"Auf unterschiedlichen Pfaden"

William und Harry, die ihre Mutter Diana durch einen Autounfall vor mehr als 20 Jahren in Paris verloren hatten, waren einst unzertrennlich. In einem Fernsehinterview hatte Harry aber im Herbst eingeräumt: "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden." Harry und Meghan (38) verließen den Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate (38) gelebt hatten.

Harry und Meghan hatten kürzlich überraschend verkündet, dass sie viele royale Pflichten aufgeben wollen. Sie möchten künftig in Großbritannien und Kanada leben und finanziell unabhängig sein. Doch dafür müssen noch viele Fragen geklärt werden - zum Beispiel, womit sie künftig ihr Geld verdienen und ob sie ihre Titel behalten dürfen.

Meghan am Telefon

Die Queen berief daher für diesen Montag eine Krisensitzung mit Familienmitgliedern auf ihrem Landsitz im ostenglischen Sandrigham ein, um die Zukunft des Paares zu besprechen. Erwartet wurden zu dem Treffen neben der Queen (93) und ihrem Privatsekretär Sir Edward Young Harry auch Thronfolger Prinz Charles (71) und William. Harry sollte für das Gespräch nach Sandringham kommen. Meghan hält sich in Kanada auf und wollte sich Berichten zufolge telefonisch zuschalten.

Britische Zeitungen spekulierten, dass die Herzogin von Sussex (so Meghans offizieller Titel) länger mit ihrem acht Monate alten Sohn Archie in Kanada bleibt - weil sie ihre Hunde nach Nordamerika mitgenommen habe. Harry und Meghan waren in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten. So war ihnen vorgeworfen worden, dass sie zu sehr auf ihre Privatheit pochten und Privatjets nutzten.

Britischen Medien zufolge gibt es im Königshaus Befürchtungen, dass das Paar mit einem TV-Interview an die Öffentlichkeit gehen könnte, sollte Königin Elizabeth II. ihnen nicht bei ihren Plänen entgegenkommen. Der Schaden eines nicht vom Palast genehmigten Interviews wäre immens, zitieren Zeitungen nicht näher genannte Quellen am Königshof.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Prinz Andrew (59), der in einen Missbrauchsskandal verwickelt sein soll, in einem TV-Interview um Kopf und Kragen geredet. Eigentlich wollte er seinen Ruf wiederherstellen. Der Druck auf Andrew wurde aber dann so groß, dass er seine royalen Verpflichtungen vorerst auf Eis legte.