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Die Sahara lässt grüßen: Mit Werten von bis zu 40 Grad und mehr könnte Deutschland an diesem Mittwoch den wärmsten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erleben. Dann könnte es hierzulande noch heißer werden als in Südeuropa, wie DWD-Meteorologe Andreas Friedrich am Montag in Offenbach sagte. Die Hitze birgt Gefahren. Vielerorts wächst die Waldbrandgefahr.

Aller Voraussicht nach wird Mittwoch der bislang wärmste Tag 2019. Die 1947 in Frankfurt gemessene Junirekord-Temperatur von 38,2 Grad könnte in den nächsten Tagen geknackt werden. Den Allzeit-Hitzerekord in Deutschland hält das bayerische Kitzingen: Sowohl am 5. Juli 2015 sowie am 7. August 2015 registrierte der DWD an der dortigen Messstation 40,3 Grad Celsius. Wird auch er geknackt? «Es liegt im Bereich des Möglichen, dass auch dieser Rekord übertroffen wird», sagte Friedrich. Schließlich gehe es nur um wenige zehntel Grad.

Die Vorhersage im Einzelnen: Am Dienstag wird verbreitet mit Temperaturen von 31 bis 36 Grad gerechnet, entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse können es sogar 38 Grad werden. An der Küste werden 29 Grad erwartet.

Am Mittwoch soll es abgesehen von einzelnen hohen Wolken sonnig werden, bei sehr geringem Schauer- und Gewitterrisiko. Im Südwesten - vom Saarland über das Rhein-Main-Gebiet und Nordbayern bis zum Niederrhein - können bis zu 40 Grad erreicht werden.

Erste Brände gemeldet

Nach dem «ersten Hitzehöhepunkt» gehen die Temperaturen laut DWD am Donnerstag zwar leicht zurück, sie bleiben aber vom Niederrhein bis nach Oberfranken sowie südlich davon oberhalb der 30-Grad-Marke.

Dass es bereits im Juni zu den sehr heißen Temperaturen kommt, hat mehrere Gründe. «Aus Nordafrika strömt extrem heiße Luft in oberen Schichten nach Deutschland», erklärte DWD-Experte Friedrich. Hinzu komme der klare, wolkenfreie Himmel.

Durch das trockene Wetter drohen aber auch Feuer. Im besonders gefährdeten Bundesland Brandenburg steigt die Waldbrandgefahr durch Hitze, Trockenheit und aufkommende Winde weiter an. «Die ersten Brände wurden schon gemeldet», sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel am Montag auf Anfrage. Auch anderswo - etwa in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und vor allem Sachsen - steigt die Waldbrandgefahr. Für den Mittwoch wird in den meisten nördlichen Regionen Sachsens die fünfte und höchste Warnstufe vorhergesagt.

Deutschland ist mit der brütenden Hitze übrigens nicht allein - auch jenseits der Grenze dreht der Sommer so richtig auf: In Frankreich warnen die Behörden in dieser Woche vor Temperaturen von örtlich um die 40 Grad. Das Gesundheitsministerium dort hat eine kostenlose Info-Hotline zum Thema Hitze eingerichtet.