Ein US-amerikanischer Militärjet vom Typ F-16 ist in Oberfranken abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine retten und wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Für längere Zeit bestand an der unwegsamen Absturzstelle Explosionsgefahr: Nur Einsatzkräfte in Schutzanzügen durften sich nähern, Feldjäger schirmten die Absturzstelle ab, auch US-Soldaten sowie die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes waren vor Ort.

Das Flugzeug war am Morgen vom Stützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz zu einem Übungsflug nach Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) gestartet, wie das US-Militär mitteilte. Die Maschine gehört dem 480. Kampfgeschwader an. Der Düsenjet stürzte vermutlich wegen eines Triebwerkschadens um 9.38 Uhr über der Grenze zwischen den bayerischen Landkreisen Bayreuth (Oberfranken) und Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz) - in einen schwer zugänglichen Wald in der Nähe der Ortschaften Creußen und Engelmannsreuth.

Geplanter "Bombenabwurf"

Nach Angaben von Polizei und US-Militär warf der Pilot vor dem Absturz sechs Übungsbomben ab, die zum Großteil aus Zement sowie einem Zünder bestehen, sowie zwei Treibstoff-Zusatztanks. Die acht Gegenstände wurden über den Wald verteilt und werden mit Hilfe von Luftbeobachtern gesucht. Aussagen des Piloten hätten die Suche eingegrenzt.

Das Flugzeug selbst stürzte in einen Waldabschnitt mit sehr unwegsamen Gelände. Zur Bergung des Wracks wurden Spezialisten des US-Militärs sowie ein Bergungspanzer der Feuerwehr angefordert. Einsatzkräfte riegelten den Bereich im Umkreis von 600 Metern um die Absturzstelle ab, da der Jet womöglich noch Kerosin und Raketentreibstoff an Bord hatte. "Damit sind wir auf der sicheren Seite. In dem Sperrgebiet befinden sich auch keinerlei Gebäude", sagte ein Sprecher des Landratsamtes Bayreuth.