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Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie es am Donnerstag in der Partei hieß.

Kramp-Karrenbauer erklärte, für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität". Jeder sei aufgerufen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Sie wolle dem Parteivorstand empfehlen, den Parteitag zu verschieben "und ihn durchzuführen, sobald die epidemische Lage dies gestattet".

Auf dem Sonderparteitag sollte ein Nachfolger für die scheidende Parteivorsitzende gewählt werden. Kandidaten sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der CDU-Außenpolitiker und frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Coronavirus-Krise: Linnemann fordert "Deutschlandsfonds"

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann forderte unterdessen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen einen "Deutschlandfonds" für betroffene Firmen in einer Größenordnung von bis zu 100 Milliarden Euro gefordert. Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag: "Die Corona-Krise hat inzwischen den gesamten Mittelstand direkt oder indirekt erfasst, von der Reisebranche über den Messebau bis hin zum Mittelständler, der auf wichtige Bauteile aus anderen Ländern wie Italien oder China wartet." Deutschland brauche nun eine wirtschaftspolitische Gesamtstrategie.

"Kernelement sollte ein Deutschlandfonds 'Corona' sein, um die Liquidität der von der Krise betroffenen, eigentlich gesunden Unternehmen sicherzustellen", sagte Linnemann. "Diese Unternehmen und ihre Mitarbeiter dürfen wir jetzt nicht hängen lassen. Für einen solchen Deutschlandfonds halte ich eine Größenordnung von bis zu 100 Milliarden Euro für notwendig. Der Fonds muss kurzfristig eingerichtet werden, denn die Liquiditätsengpässe bei den Unternehmen nehmen signifikant zu."