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"Die Menschen in diesem Land haben fast drei Jahre gewartet. Sie haben es satt, dass das Parlament keine Entscheidung trifft. Und die Premierministerin teilt diese Frustration", zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Bei einer längeren Verschiebung müsste Großbritannien an der Europawahl (23. bis 26. Mai) teilnehmen.

Hinds befürwortet Verschiebung

Bildungsminister Damian Hinds sagte dem Sender BBC, eine kürzere Verschiebung sei besser als eine längere. Es bestehe immer noch das Risiko eines EU-Austritts ohne Abkommen, warnte der Politiker.

Mit der Entscheidung für eine kurze Verschiebung habe sich May dem Druck ihres Kabinetts gebeugt, schrieb die Zeitung "The Telegraph".

May braucht Zustimmung des Parlaments

Über eine Verschiebung des Brexits wird nach Einschätzung des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker erst kurz vor dem Austrittsdatum 29. März entschieden werden. Er rechne nicht mit einer Entscheidung beim EU-Gipfel diese Woche, sagte Juncker im Deutschlandfunk. Denn zunächst müsse May eine Zustimmung ihres Parlaments zum fertigen EU-Austrittsabkommen "im Gepäck haben".

Die Briten hatten bei einem Referendum vor knapp drei Jahren mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU gestimmt.