- Bildquelle: dpa © dpa

Die Rückkehr von Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter zu seinem Heimatverein SC Freiburg ist perfekt. Der 28 Jahre alte Innenverteidiger wechsele ablösefrei vom Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach in den Breisgau, teilte der Bundesligist am Mittwoch mit und unterstrich damit auch seine künftig wohl höheren sportlichen Ambitionen. "Matze kann unserer Defensive Stabilität verleihen und uns mit seinen fußballerischen Fähigkeiten auch in der Spieleröffnung gut tun", sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach.

Bei dem auf Champions-League-Kurs liegenden Sport-Club soll der Weltmeister von 2014 den Weggang von Nationalelf-Kollege Nico Schlotterbeck kompensieren, der künftig für Borussia Dortmund spielt. Für den 22-Jährigen sollen die Freiburger eine Ablöse in Höhe von mindestens 20 Millionen Euro erhalten. Zur Laufzeit von Ginters Vertrag machte der Verein keine Angaben. Der in der Unistadt geborene Profi stammt aus Nachwuchs-Fußballschule der Freiburger und stand bei ihnen bereits bis 2014 unter Vertrag. Nach drei Jahren in Dortmund ging er 2017 nach Mönchengladbach.

Mit seiner Verpflichtung zeigt sich auch der Wandel des früheren Abstiegskandidaten, der im vergangenen Jahr in sein neues Stadion umgezogen ist und nun auch für einen deutschen Nationalspieler interessant ist - wenn auch die Umstände bei Ginter wegen dessen südbadischer Herkunft besonders sind. Als Tabellenvierter hat der SC zwei Spieltage vor dem Saisonende gute Chancen auf die Teilnahme an der Champions League. Europäisch wird die Mannschaft von Trainer Christian Streich in der kommenden Saison auf jeden Fall spielen. Zudem steht sie am 21. Mai gegen RB Leipzig im Finale des DFB-Pokals.

Heimat > all

"Ich wollte noch mal etwas ganz Besonderes in meiner Karriere machen und etwas Spezielleres als die Rückkehr zum Sport-Club und in meine Heimat gibt es für mich nicht", erklärte Ginter, der im Januar 2012 als 18-Jähriger sein Profi-Debüt gab und später mit Mönchengladbach und Dortmund bereits Erfahrungen in der Königsklasse sammelte. Die Entwicklung des SC Freiburg, das Potenzial der Mannschaft sowie die besondere Art und Weise des Austauschs mit den Verantwortlichen sei ein Gesamtpaket, das "einfach perfekt" passe, meinte er nun.