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Dank Doppeltorschütze Christoph Daferner und Heinz Mörschel ist Dynamo Dresden mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Im Duell der beiden Aufsteiger setzte sich der Traditionsclub am Samstag mit 3:0 (1:0) gegen den FC Ingolstadt durch. Das Team von Trainer Alexander Schmidt übernahm vorerst die Tabellenspitze vor dem Hamburger SV, der die Saison am Freitag mit einem 3:1-Erfolg gegen Absteiger FC Schalke 04 eröffnet hatte.

Hansa Rostock, das nach neun Jahren Abstinenz erstmals wieder in der 2. Liga spielt, erlebte dagegen einen Fehlstart und unterlag dem Karlsruher SC mit 1:3 (0:2). Auch der SV Darmstadt 98, der coronabedingt mit einem dezimierten Kader antreten musste, kassierte zum Auftakt mit dem 0:2 (0:1) gegen Jahn Regensburg eine Heimniederlage. Der 1. FC Heidenheim und SC Paderborn trennten sich 0:0.

VAR bringt Hansa Rostock aus dem Tritt

Für Dresden erzielte Daferner in der 41. Minute die verdiente Führung und auch nach der Pause das zweite Tor (56.). Für die Entscheidung sorgte Joker Heinz Mörschel (67.), der nach seinem Sololauf mit seinem Flachschuss aus 14 Metern Ingolstadts Torhüter Buntic keine Chance ließ. "Ein großes Lob an die Mannschaft", sagte Dynamo-Trainer Alexander Schmidt bei Sky. "Wir waren hungrig auf den ersten Heimsieg. "Es war eine super Atmosphäre, ich bin jetzt leider ein bisschen heiser, aber das nehme ich gerne in Kauf. Jetzt genießen wir den Sieg. Wir wissen natürlich, den Sieg einzuordnen, dass es jetzt erst der erste Schritt war."

In Rostock hatte ein nachträglich aberkanntes Tor von John Verhoek in der 16. Minute die gut startenden Hausherren etwas außer Tritt gebracht. Das nutzte der KSC, der durch Christoph Kobald (42.) und Philipp Hofmann (44.) vor der Pause mit 2:0 in Führung ging. Der Anschlusstreffer von Verhoek (52.) ließ die Rostocker nur kurz hoffen. Sebastian Jung sorgte mit dem 3:1 in der 79. Minute für die Entscheidung.

Werder Bremen enttäuscht zum Auftakt 

In Darmstadt brachte Sarpreet Singh, Neuzugang und Leihgabe des FC Bayern, die Gäste in der 21. Minute mit seinem ersten Zweitligator in Führung. Nach der Pause erhöhte Benedikt Gimber auf 2:0 (61.) gegen geschwächte Darmstädter, in deren Reihen vor der Partie drei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Das zuständige Gesundheitsamt hatte für alle ungeimpften und nicht genesenen Profis eine häusliche Quarantäne angeordnet. Um den Saisonauftakt nicht zu gefährden, hatten die Hessen den eigenen Kader mit Spielern aus der U19 aufgefüllt.

Absteiger Werder Bremen verpatzte den Auftakt am Abend. Im Nordduell mit Hannover 96 spielten die Hanseaten nur 1:1 (0:0). Vor 14.000 Zuschauern im Weserstadion gingen die Bremer zwar in der 49. Minute durch ein Eigentor von Simon Falette in Führung. Doch nur sechs Minuten später glich Marvin Ducksch (55.) mit einem schönen Heber für Hannover schon wieder aus. Dass die 96er bei strömendem Regen das gefährlichere Team waren, hatte sich schon vorher bei einem Lattenschuss von Florent Muslija (25.) und einem Pfostentreffer des 27-jährigen Ducksch (53.) gezeigt.

Bei den Bremern war nur in den Anfangsphasen beider Halbzeiten zu sehen, was der neue Trainer Markus Anfang mit seiner Mannschaft erarbeiten will: Ein aktives, dominantes Spiel mit viel Ballbesitz, statt wie in weiten Teilen der Abstiegssaison nur in der eigenen Hälfte auf den Gegner zu warten. Doch immer, wenn Hannover besser ins Spiel kam, wurde deutlich, wie tief die Verunsicherung in Bremen noch immer sitzt. Das Team verlor seine Linie, die Zuschauer wurden ruhig.