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Die E-Tretroller des Unternehmens Lime sind inzwischen in 13 von 15 deutschen Städten wieder verfügbar. "Wir haben nach und nach wieder aufgemacht und sind inzwischen an nahezu allen Standorten wieder aktiv", sagte Lime-Deutschlandchef Jashar Seyfi der Deutschen Presse-Agentur. Noch seien die Nutzerzahlen weit entfernt vom Vorkrisen-Niveu. "Doch wir sind sehr viel stärker aus der Krise gekommen, als wir gedacht haben."

Neben den Touristen, die in normalen Sommermonaten etwa ein Viertel des Umsatzes ausmachten, fehlten vor allem die Berufspendler. "Viele Menschen arbeiten im Moment von zu Hause aus", sagte Seyfi. "Da fallen besonders morgens und abends zum Feierabend noch einige Fahrten weg."

Fahrrad ist Gewinner der Corona-Krise

Deutlich schneller als bei den E-Tretrollern sei die Nachfrage bei den Leihrädern gestiegen, die sich ebenfalls über die Lime-App mieten lassen. "Das Fahrrad ganz allgemein ist der große Gewinner der Corona-Krise", sagte Seyfi.

Wie viele andere Tretroller-Anbieter hatte Lime seinen Dienst während der Corona-Krise vollständig eingestellt. Mitte April ist das Unternehmen zunächst wieder mit kleineren Flotten in den größeren Städten gestartet. Inzwischen seien von den bundesweit rund 25 000 verfügbaren Fahrzeugen die meisten wieder im Einsatz, hieß es.

Tausende weitere sollen bald hinzukommen: Mitte Juni hatte Lime im Rahmen einer Finanzierungsrunde die Roller und Elektroräder der Marke Jump übernommen, die bis dahin zum Fahrdienstleister Uber gehörten. "Wir sind derzeit damit beschäftigt, alle Fahrzeuge einzusammeln und in unsere Lagerhäuser zu bringen", sagte Seyfi. Wann und wo die in auffälligem rot lackierten E-Fahrzeuge wieder auf die Straße kommen, sei aber noch offen. So schnell wie möglich sei die Rückkehr der Fahrzeuge aber auch für Berlin geplant, hieß es.