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Die Ungleichheit bei der Verteilung des Vermögens in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. So verfügten die oberen zehn Prozent der Haushalte 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens, 1998 waren es noch gut 45,1 Prozent. Die unteren 50 Prozent der Haushalte verfügten 2013 nur über 1 Prozent des Nettovermögens, 1998 waren es 2,9 Prozent. Diese auf der Homepage des Bundessozialministeriums veröffentlichten Daten nannte zuerst die "Passauer Neue Presse".

Im Jahr 2008 hatten die oberen zehn Prozent demnach 52,9 Prozent und 2003 noch 49,4 Prozent des Nettovermögens. Die unteren zehn Prozent der Haushalte hatten 2008 noch 1,2 und 2003 2,6 Prozent des Nettovermögens.

Die Zahlen sollen in den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht eingehen, der laut Ministerium voraussichtlich in diesem Jahr vorgelegt werden soll. 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte eine andere Steuerpolitik. Kapitaleinkünfte müssten so versteuert werden wie Einkommen aus eigener Hände Arbeit, forderte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell am Montag in Berlin. Die Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann sagte der Zeitung: "Eine Steuer auf große Vermögen ist überfällig."