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"Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Vierteljahr wohl kräftig gewachsen", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Das Wachstumstempo könnte "sogar spürbar über den Zuwachsraten des Vorquartals gelegen haben". Das Statistische Bundesamt wird die erste Schätzung für das Wachstum in den Monaten Januar bis März am 13. Mai veröffentlichen.

Als Grund für den starken Jahresauftakt der deutschen Wirtschaft nannte die Bundesbank vor allem eine starke Binnenkonjunktur. Unter anderem dürfte der private Konsum von der guten Verbraucherstimmung profitiert haben. Außerdem habe die vergleichsweise günstige Wetterlage im Februar das Baugewerbe begünstigt. Dagegen habe der Export wohl nur einen vergleichsweise schwachen Beitrag zur Wirtschaftsleistung gegeben, hieß es weiter im Monatsbericht.

Die Konjunktur wird wohl im zweiten Quartal an Tempo verlieren

Nach einem starken Jahresauftakt geht die Bundesbank aber davon aus, dass die Konjunktur im zweiten Quartal an Tempo verlieren wird. Als Gründe nannten die Experten der Notenbank die zuletzt eher verhaltene Auftragslage in der Industrie und eine zuletzt spürbare Stimmungseintrübung in den Führungsetagen deutscher Unternehmen.

Entwarnung gibt die Bundesbank bei der Gefahr möglicher Zweitrundeneffekte vor dem Hintergrund der ungewöhnlich niedrigen Inflation. Insgesamt gebe es in Deutschland noch keine offensichtlichen Hinweise "für ein besonders hohes oder gestiegenes Risiko von Zweitrundeneffekten", hieß es im Monatsbericht. Demnach gebe es keinen Grund zur Sorge, dass die aktuell vergleichsweise niedrige Inflation das Lohnwachstum bremsen könnte.