Was ist die Montignac-Methode?

Die Montignac-Methode geht zurück auf ihren Erfinder Michel Montignac, der eigentlich kein Diät-Fachmann war. Seine Abnehmmethode entwickelte er quasi aus der Not heraus, denn er wollte dringend selbst Gewicht verlieren. Mit der Diät, die heute nach ihm benannt ist, hat der Franzose schließlich selbst viele Kilos abgespeckt. Dahinter steckt ein Grundgedanke, der auch heute noch in vielen Ernährungskonzepten auftaucht.

Der Glykämische Index bei Montignac

Das Motto der Schlankheitskur: Es kommt nicht darauf an, wie viel man isst, sondern was man isst. Als Montignac Ende der 1970er-Jahre begann, nach einer effizienten Diät zu suchen, wendete er ein weitgehend unbekanntes Konzept an. Der sogenannte Glykämische Index (GI) spielt beim Montignac-Prinzip spielt seitdem die zentrale Rolle - ähnlich wie auch bei der Glyx-Diät und anderen Konzepten.

Der Index zeigt an, wie sehr der Blutzuckerspiegel auf einzelne Lebensmittel reagiert. Ein hoher Insulinspiegel, so das Credo der Montignac-Methode, führe zu Übergewicht. Die Lösung besteht also darin, den Blutzuckerspiegel möglichst niedrig zu halten. Damit das gelingt, kommt es vor allem darauf an, schlechte Kohlenhydrate zu meiden.

Drei Gruppen von Kohlenhydraten

Bei der Montignac-Methode werden die Lebensmittel hinsichtlich ihres Gehaltes an Kohlenhydraten in die Kategorien „sehr gut“, „gut“ und „schlecht“ eingeteilt.

  • Gruppe 1 - Sehr gute Kohlenhydrate: Am besten geeignet für die Montignac-Methode sind Lebensmittel mit einem GI von unter 35. Dazu gehören Obst und Gemüse wie Tomaten, Karotten, Äpfel und Aprikosen, aber auch Milchprodukte, dunkle Schokolade und grüne Linsen.
  • Gruppe 2 - Gute Kohlenhydrate: Zur zweitbesten Kategorie gehören Lebensmittel mit einem GI von 35 bis 50. Immerhin kommen damit noch Vollkornprodukte, ungesüßter Saft, Naturreis, Süßkartoffeln, rote Bohnen und frische Erbsen auf den Tisch.
  • Gruppe 3 - Schlechte Kohlenhydrate: Bei der Diät stehen schlechte Kohlenhydrate grundsätzlich nicht auf dem Speiseplan. Zu diesen zählen beispielsweise Kartoffeln aller Art, Reis, Weißbrot, Cornflakes, gesüßte Getränke, Bananen, Schokoriegel und einige weitere Dickmacher. Alles, was einen GI über 50 aufweist, fällt in diese Kategorie.

Die zwei Phasen der Montignac-Methode

Die Diät gliedert sich in zwei Phasen, die unterschiedliche Ziele haben. Auf eine anfangs streng reglementierte Diät folgt eine Ernährungsvorgabe, die im Alltag umsetzbar sein soll.

Phase 1: Gewicht verlieren

Ähnlich wie bei anderen Abnehm-Methoden verspricht Montignac zu Beginn: schnelles Abnehmen durch den Verzicht auf schlechte Kohlenhydrate. Aber auch die erlaubten Kohlenhydrate dürfen nicht in jeder Form gegessen werden. Eine Mahlzeit mit viel Eiweiß, zum beispiel durch Fleisch oder Eier, darf nur mit sehr guten Kohlenhydrat-Lebensmitteln kombiniert werden. Möglich ist aber auch eine Mahlzeit, der fast ausschließlich aus Lebensmitteln mit einem Glykämischen Index zwischen 35 und 50 besteht. Früchte sollen nur nüchtern gegessen werden und Alkohol ist prinzipiell tabu.

Wie lange Phase 1 dauert, ist unterschiedlich und hängt bei jedem Einzelnen davon ab, wie schnell die Pfunde purzeln. Denn nur diese Phase dient direkt dem Abnehmen.

Phase 2: Gewicht stabilisieren

Ist das Übergewicht weg, beginnt Phase 2. Ihr Ziel: das Gewicht halten. Die Regeln sind dann zwar nicht mehr ganz so streng, größtenteils sollten aber weiterhin Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Wert auf dem Speiseplan stehen. Auch Alkohol ist wieder erlaubt, allerdings empfiehlt Montignac Wein statt Bier.

Und wann endet Phase 2? Eigentlich gar nicht, denn Montignac sieht seine Methode als Ernährungsumstellung, nicht als Diät.

Was zeigen die Erfahrungen mit Montignac?

Glyx, Trennkost und Low Carb in einem – klingt vielversprechend und abwechslungsreich, ähnlich wie Dr. Papes Schlank im Schlaf-Diät. Doch ist die Montignac-Methode tatsächlich so gut, wie sie vorgibt zu sein? Kritik gibt es jedenfalls reichlich: zu viel Eiweiß und Fett, zu viele Kalorien und eine komplizierte Umsetzung im Alltag. Das Frühstück mag noch unkompliziert sein, doch spätestens beim Essengehen lässt sich die Kombination von Kohlenhydraten und Fetten nicht mehr ohne Weiteres vermeiden.

Kritiker bemängeln, dass durch die Regeln des Glykämischen Index allein noch keine ausgewogenen Mahlzeiten entstehen. Da die Zahl der aufgenommenen Kalorien bei der Montignac-Methode keine Rolle spielt, sei eine ungesunde Ernährung möglich, ohne mit den Vorgaben der Diät in Widerspruch zu geraten.

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