Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Verkehrsrecht zum Falschparken

Als Mann einen Mutter-Kind-Parkplatz ansteuern? Bei Eile mit einem Hinweiszettel in einem absoluten Halteverbot parken? Beides keine gute Idee! Was nach dem Verkehrsrecht die Folgen beim Falschparken sein können, klären wir auf!

20.08.2012 10:00 | 3:09 Min | © SAT.1

Falschparken auf einem Mutter-Kind-Parkplatz

In vielen Parkhäusern gibt es sie, vor einigen Supermärkten auch: Mutter-Kind-Parkplätze. Sie sind mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet und sollen für Mütter freigehalten werden, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind. Die Betonung liegt auf „sollen“, denn häufig werden diese Parkplätze auch von anderen Autofahrern angesteuert. Riskieren sie damit einen Strafzettel? Nein. Anders als Behinderten-Parkplätze sind Mutter-Kind-Parkplätze in Deutschland nicht verkehrsrechtlich geregelt. Im Klartext bedeutet das: Die Straßenverkehrsordnung (kurz StVO) kennt sie nicht. Mutter-Kind-Parkplätze gibt es daher nur auf Privatgeländen. Da hier die Staatsgewalt endet, müssen Falschparker auch kein Knöllchen befürchten. Allerdings kann der Eigentümer des Grundstücks darauf bestehen, dass seine Regelungen eingehalten werden und das falsch abgestellte Auto abschleppen lassen.

Absolutes Halteverbot: Falschparken mit einem Hinweiszettel?

Wer kennt diese Situation nicht: Man hat es besonders eilig und will nur mal eben etwas aus diesem oder jenem Geschäft holen. Die Folge: Das Auto wird fix im absoluten Halteverbot geparkt und um nicht zu riskieren, dass der Pkw abgeschleppt wird, klemmt man noch schnell einen Hinweiszettel hinter die Windschutzscheibe, der aussagt, dass man gleich wieder zurück ist. Aber schützt ein solcher Hinweis tatsächlich vor dem Abschleppunternehmen? Keine Chance. Wer im absoluten Halteverbot oder sogar vor einer Einfahrt parkt, muss damit rechnen, dass er trotz Zettel ein saftiges Bußgeld kassiert und abgeschleppt wird. Wird allerdings deutlich sichtbar auch die Handynummer auf dem Zettel vermerkt und angeben, wo exakt man sich befindet, dürfte der Fahrer zumindest das Abschleppen verhindern können – allerdings nur, wenn er tatsächlich erreichbar ist und es schafft, innerhalb von fünf Minuten das Halteverbot zu räumen. In diesem Fall wäre es unverhältnismäßig einen Abschleppwagen zu rufen, der erst später am Einsatzort eintreffen würde.

Mehr zum Thema Auto & Technik

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Fan werden